Von Bitwarden zu Apple Passwörter wechseln: So geht’s Schritt für Schritt

Stellt euch vor: Ihr seid treuer Bitwarden-Nutzer, schätzt die Cross-Plattform-Funktionen und die starke Verschlüsselung. Aber eines Tages wacht ihr auf eurem MacBook auf, öffnet Safari, und zack – die Apple Passwörter-App füllt eure Logins perfekt aus, synchronisiert blitzschnell über iCloud und integriert sich nahtlos in euer Apple-Ökosystem. Kein Herumfummeln mehr mit Browser-Erweiterungen oder Apps. Das war mein „Warum“-Moment: Warum nicht die volle Apple-Power nutzen, wenn man ohnehin 90% der Zeit im macOS/iOS-Welt lebt?

In diesem Post zeige ich euch Schritt für Schritt, wie ich von Bitwarden zu Apple Passwörter gewechselt bin – inklusive der Knackpunkte bei Passkeys und Authenticator-Codes. Plus: Die echten Vorteile für Apple-Nutzer, die mich überzeugt haben.

Warum der Wechsel? Mein persönliches Szenario

Als Apple-User mit macOS, iPhone / iPad im Alltag  hatte ich Bitwarden für seine Plattformunabhängigkeit geliebt (auch gerade in Kooperation der Nutzung mit meiner Frau) . Aber mit iOS 19 und der neuen Passwörter-App (früher iCloud Keychain) wurde klar: Apple hat aufgeholt. Keine Subscription nötig, perfekte Integration in Face ID/Touch ID und Safari Autofill – ohne Extra-App.

Benefits auf einen Blick:

  • Nahtlose Sync: Alles über iCloud, offline verfügbar, null Verzögerung.

  • Zero Extra Kosten: Kostenlos für Apple-Nutzer vs. Bitwarden Premium.

  • Weniger Friction: Keine separate App/Extension – direkt in Einstellungen, Safari und Passwörter-App.

  • Sicherheit auf Apple-Niveau: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, passkeys-nativ, plus Warnungen vor Phishing.

  • Bessere UX für Daily Driver: Autofill in Apps, Face-ID-Login, integrierte 2FA-Codes.

Falls ihr wie ich Apple-zentriert seid, spart der Wechsel Zeit und Nerven.

Schritt 1: Passwörter migrieren (einfach!)

  1. Export aus Bitwarden: Web-Vault → Einstellungen → Export → JSON oder CSV wählen (Passwort schützen!).

  2. Import in Apple: Auf Mac → Systemeinstellungen → Passwörter → „Drei Punkte“ → Passwörter importieren → Datei wählen.

  3. Überprüfen: Duplikate löschen, starke Passwörter generieren lassen.

Tausende Einträge in Minuten erledigt. Apple erkennt Formate automatisch.

Schritt 2: Passkeys umziehen (der Haken)

Passkeys sind tricky – sie sind hardware-gebunden und lassen sich nicht einfach exportieren. Bitwarden-Exports enthalten Platzhalter, aber Apple importiert sie nicht direkt.

Lösung (Dienst für Dienst):

  1. Bei jedem Service (z.B. Google, GitHub) anmelden.

  2. Unter Sicherheit → „Passkey erstellen“ oder „Gerät hinzufügen“.

  3. Mit iPhone/Mac scannen/confirmen – fertig!

  4. Alten Bitwarden-Eintrag löschen.

Pro-Tipp: Fangt mit Top-Accounts an (E-Mail, Bank). Nach 10 Diensten habt ihr den Dreh raus. Vorteil: Apple-Passkeys syncen plattformübergreifend und sind phishing-resistent.

Schritt 3: 2FA-Codes aus Microsoft Authenticator in Apple Passwörter

Auch hier kein Bulk-Import, aber super einfach neu einrichten:

  1. Backup sichern: Authenticator-Cloud-Backup aktivieren (falls nötig).

  2. Pro Dienst: Login-Seite → 2FA-Einstellungen → „Neues Gerät“ oder QR-Code anzeigen.

  3. In Apple: Passwörter-App → Login öffnen → „Bestätigungscode einrichten“ → QR scannen.

  4. Code bestätigen – Code erscheint nun automatisch in der App.

Vorteil für Apple-User: Keine separate Authenticator-App mehr! Codes poppen direkt beim Login auf, syncen über Geräte. Spart einen App-Switch.

Nach dem Wechsel: Die echten Wins

Aspekt Bitwarden Apple Passwörter
Kosten Premium €10/Jahr bzw. Kostenlos Kostenlos
Integration Browser-Extension nötig Nativ in iOS/macOS/Safari
Autofill Gut, aber manuell Blitzschnell mit Face ID
2FA Separate Apps Integriert in Passwörter-App
Sync Cloud-abhängig iCloud, offline-first
Sicherheit Stark + Apple Silicon-Chip-Schutz

Seit dem Switch spare ich 5-10 Minuten täglich – kein Extension-Management, keine Sync-Probleme. Und für Reisen: Alles in einer App.

Fazit: Lohnt sich der Aufwand?

Ja, wenn Apple euer Haupt-Ökosystem ist. Der Initialaufwand (1-2 Stunden) zahlt sich durch Frictionless-Usage aus. Für Multi-Plattform? Bleibt bei Bitwarden.