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Intune Release 2606: macOS Auto-Updates & Android Enterprise

Intune Release 2606: macOS-Updates im Autopilot, Android Enterprise wird erwachsen

Mal ehrlich – wer kennt das nicht? Sie spielen neue macOS-App-Versionen ein, und die Nutzer vergessen grundsätzlich, auf „Install“ oder „Reinstall“ in Company Portal zu klicken. Die Release 2606 setzt dem ein Ende. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Diese Week ist vollgepackt mit Updates, die vor allem macOS-Admins und Android Enterprise-Spezialisten freuen werden.

Lass mich durchgehen, was sich ändert und wo du handeln musst.

Quick-Überblick: Was ändert sich?

Feature Plattform Kategorie Priorität
macOS PKG Auto-Updates macOS App Management 🔴 Hoch
ChatGPT als Protected App Alle App Management 🟡 Mittel
EAM für GCC High/DoD Windows Enterprise Management 🔴 Hoch
EAM Auto-Update-Feature Windows App Management 🟡 Mittel
15+ neue Android Enterprise Settings Android Device Config 🟢 Standard

Die Highlights im Detail

🍎 macOS PKG Apps updaten sich jetzt selbst

Das ist echte Arbeitserleichterung: Wenn du eine verfügbare macOS PKG-App mit einer neueren Version hochlädst, deployt Intune das Update automatisch auf Geräte, auf denen die App bereits installiert ist.

Das funktioniert so:
– Du editierst eine bestehende App-Policy
– Lädst eine neuere Version der gleichen App hoch (gleiche Bundle ID)
– Intune erkennt das und rolled den Update automatisch aus
– Der Nutzer klickt nirgendwo auf „Install“ – es passiert einfach

Wichtig – Breaking Change:
Dafür brauchst du Microsoft Intune management agent for macOS Version 2606.013 oder neuer. Wenn Geräte noch älter sind, funktioniert der Auto-Update nicht. Das sollte in deiner Pre-Deployment-Checklist stehen.

Praktisches Beispiel:
Du hast Microsoft Edge 127.0 deployed. Jetzt kommt 127.0.1 raus. Du lädst die neue Version hoch → Intune pusht’s automatisch. Schluss mit Suppor-Tickets „Warum hab ich noch die alte Version?“


🤖 ChatGPT ist jetzt eine Protected App

Microsoft hat ChatGPT zur Liste der Protected Apps hinzugefügt. Das bedeutet, es unterliegt jetzt Intune App Protection Policies (APP) – Conditional Access, Offline-Sperren, Clipboard-Restrictions et cetera.

Das ist ein Signal: KI-Tools werden zunehmend ernst genommen in der Enterprise-Sicherheit. Wenn du sensible Daten schützen musst, kannst du ChatGPT jetzt granular steuern, ohne es zu blocken.


🏛️ Enterprise App Management jetzt auch für GCC High & DoD

Das ist Government-spezifisch wichtig: Microsoft bringt Enterprise App Management (EAM) in die GCC High (GCCH) und DoD Cloud-Umgebungen.

Was heißt das?
Gouvernementale Organisationen können jetzt im EAM-Katalog Microsoft- und Third-Party-Apps entdecken, deployen und updaten – ohne manuelle Repackaging. Ein sichere Cross-Cloud-Integration wahrt Compliance-Grenzen und Auth-Requirements für Government Tenants.

Impact für Government IT-Admins:
– Weniger manuelle App-Packaging-Arbeit
– Native Compliance mit FedRAMP/DoD-Anforderungen
– Schnellere App-Rollouts in sensitiven Umgebungen


⚡ EAM Auto-Update – Supersedence auf Autopilot

Neben GCC-Support kommt auch Auto-Update für EAM-Apps. Wenn du ein EAM-App mit required Assignment deployst und Auto-Update aktivierst:

  1. Intune erkennt eine neue Version im EAM-Katalog
  2. Update wird automatisch auf Zielgeräten installiert
  3. Keine manuellen Packaging-/Supersedence-Workflows mehr

Das spart:
– Zeitaufwand für Update-Management
– Fehleranfälligkeit durch manuelle Versionsersetzung
– Sicherheitslücken durch veraltete Apps

Wichtig: Das gilt nur für required Assignments. „Available“ Apps musst du noch manuell managen (das ist absichtlich, damit Nutzer die Kontrolle behalten).


🤖 Android Enterprise: 15+ neue Settings im Settings Catalog

Das ist die große Erweiterung: Intune 2606 bringt etwa 15 neue Android Enterprise Settings in den Settings Catalog. Hier die wichtigsten Kategorien:

Applications

  • Block apps from exposing app functions – Verhindert, dass verwaltete Apps Funktionen für andere Apps/KI-Agenten freigeben (COBO, COSU, COPE)
  • Block widgets from work profile apps – Widgets aus Work-Profile-Apps vom Home Screen blockieren (COPE)

Connectivity (neu in 2606)

  • Allow selection of a preferential network service – Priorisiert bestimmte Netze (z.B. 5G Enterprise Slice)
  • Block airplane mode – Flugzeugmodus deaktivieren
  • Block cellular 2G – Nur auf Android 14+; verhindert 2G-Fallback
  • Block configuring cell broadcasts – Notfall-Alerts blockieren (⚠️ – das kann problematisch sein!)
  • Block configuring mobile networks – Nutzer darf Netz-Settings nicht ändern
  • Block configuring VPN – VPN-Konfiguration durch Nutzer verhindern
  • Block network reset – Netzwerk-Reset unterbinden
  • Block outgoing calls – Telefonie komplett deaktivieren
  • Block SMS – SMS-Versand/-Empfang blockieren
  • Block ultra wideband – UWB (Android 14+) deaktivieren
  • Select minimum Wi-Fi security level – Erzwingt WPA3-Pers/Enterprise (Android 13+)

General

  • Block printing – Drucken verhindern
  • Block setting user icon – Profilbild ändern verhindern
  • Block setting wallpaper – Wallpaper-Änderung sperren
  • Block users from adding eSIM profiles – eSIM-Management blockieren

Device Type Support:

  • COBO – Corporate-Owned, Fully Managed
  • COSU – Corporate-Owned, Shared/Dedicated
  • COPE – Corporate-Owned, Personal-Enabled (Work Profile)

Meine Einschätzung: Das sind Sicherheits-Heavy-Hitter, besonders für:
Kiosk-Devices (COSU) – Printing, Calls, SMS sperren
Rugged Devices – 2G-Block, UWB-Control
BYOD-ähnliche Szenarien (COPE) – Granulare Widget-Kontrolle


That’s it. Microsoft macht aktuell echt viel in Intune und versucht sich einer Omnissa mit großen Schritten zu nähern. Aber alles in allen. Omnissa rennt weiter und ist bis dato für mich immer noch das Top of the Top UEM/MDM.


Quellen

Intune 2605: Multiple Accounts, Apple Intelligence & MHS

Intune Release 2605: Multiple Accounts, Apple Intelligence Umbruch & MHS-Power-Up

Die Juni-Release 2605 fällt mir sofort durch zwei Dinge auf: Da kommt endlich Multi-Account-Support für Teams (nur iOS/iPadOS – Android schaut in die Röhre), und Apple dreht bei Intelligence-Einstellungen ordentlich am Rad. Wer noch alte MDM-Restrictions für Apple Intelligence setzt, muss sich umorientieren. Dazu neue MHS-Features, die Kiosk-Szenarien smarter machen. Lass uns durchgehen, was sich ändert.

Quick-Überblick: Was ändert sich?

Feature Plattform Kategorie Priorität
Multiple Managed Accounts iOS/iPadOS (Teams) App Management 🟡 Mittel
Custom Top Bar (MHS) Android Enterprise Device Config 🟡 Mittel
MHS Lock Task Password Migration Android Enterprise Breaking Change 🔴 Hoch
Block Bluetooth Sharing Android Enterprise Device Config 🟢 Niedrig
Apple Intelligence Settings Deprecation iOS/iPadOS, macOS Breaking Change 🔴 Hoch
App Silencing (MHS) Android Enterprise Device Config 🟡 Mittel
Microsoft Edge NTP Feed Settings Windows Device Config 🟢 Niedrig

Die Highlights im Detail

Multiple Managed Accounts für Microsoft Teams (iOS/iPadOS)

Das ist endlich praktisch: Nutzer können jetzt mehr als ein verwaltetes Konto in derselben App (konkret: Teams) hinzufügen und managen. Jedes Konto bekommt eigene App Protection Policies – perfekt für:

  • Berater & Consultants mit Kundenzugängen
  • M&A-Teams mit mehreren Tenant-Zugehörigkeiten
  • Multi-Mailbox-Szenarien (Compliance, HR, etc.)

Aktuell nur Teams v8.10.0+ auf iOS/iPadOS. Android und weitere Apps folgen später – das ist ein klassisches „Coming Soon“. Rollout erfolgt graduell, also nicht bei allen Tenants sofort verfügbar.

 

Custom Top Bar Text in Managed Home Screen

Die MHS bekommt mehr Flexibilität: Statt nur Serial Number, Device Name und Tenant Name kannst du jetzt Custom Text (bis 63 Zeichen) setzen. Bonus: Dynamic Variables werden unterstützt:

  • {{SerialNumber}}
  • {{DeviceName}}
  • {{TenantName}}

Praktische Anwendungen:
– Checkout-Kioske: "Register 03 - {{DeviceName}}"
– Departmental Tagging: "Warehouse - {{SerialNumber}}"
– Konferenzraum-Kioske: "Meeting Room 4B"

Applies to: Android Enterprise COSU (Dedicated) & COBO (Fully Managed)

🔴 BREAKING CHANGE: MHS Lock Task Mode Password migriert

Achtung – das ist eine echte Breaking Change:

Früher konntest du das **Lock Task Mode Password** für MHS über **App Configuration Policy** setzen. Das funktioniert jetzt **nicht mehr**. Du musst auf **Device Configuration Profile** wechseln

Docs: Configure the Microsoft Managed Home Screen app for Android Enterprise (Microsoft Learn)

Block Bluetooth Sharing – Neue Android Settings Catalog Policy

Settings Catalog bekam ein neues Boolean-Setting: Block Bluetooth Sharing

  • True: Device blockiert Bluetooth-Sharing
  • False: Keine Änderung (OS-Default bleibt)

OS-Defaults aktuell:
– COBO & COSU: Bluetooth Sharing erlaubt
– COPE: Bluetooth Sharing blockiert

Nutzen: Falls du eine konsistente Sharing-Policy across all AOSP-Devices brauchst.

Applies to: COPE, COBO, COSU

🔴 BREAKING CHANGE: Apple Intelligence Settings werden deprecated

Das ist der große Umbruch: Apple hat in iOS/iPadOS 26.4 viele Intelligence-Settings aus dem MDM Restrictions Payload entfernt. Microsoft folgt jetzt nach und depreciert diese Settings in Intune:

Betroffene Settings in Settings Catalog (Restrictions):
Allow Apple Intelligence Report
Allow Assistant (und alle Varianten)
Allow Auto Correction
Allow Continuous Path Keyboard
Allow Definition Lookup
Allow Dictation
Allow External Intelligence Workspace IDs / Integrations
Allow Genmoji
Allow Image Playground / Image Wand
Allow Mail Smart Replies / Mail Summary
Allow Notes Transcription / Summary
Allow Predictive Keyboard
Allow Safari Summary
Allow Spell Check
Allow Visual Intelligence Summary
Allow Writing Tools
– Alle Force Varianten

Betroffene Settings in Device Restrictions Template:
– Built-in apps: Siri (alle Varianten), User-Generated Content
– Keyboard & Dictionary: Word Definition, Predictive Keyboards, Auto-Correction, Spell Check, Keyboard Shortcuts, Dictation

Die neue Lösung: DDM Configurations (ab März 2026 released)

Applies to: iOS/iPadOS, macOS

App Silencing in Managed Home Screen (MHS)

Neue Security-Feature für Kiosk-Umgebungen: Wenn MHS den User zur Authentication auffordert (Sign-in, Session PIN), können Apps jetzt silenced werden. Das heißt:

  • Keine Activity Starts
  • Keine Notifications
  • Nicht in Recent Apps sichtbar
  • Keine Toasts, Dialogs oder Device Ringing

Mit Allowlist: Kritische Apps (z.B. Phone/Calls) können du in der Allowlist behalten, damit Telefonate nicht unterbrochen werden.

Szenario: Checkout-Geräte in Supermärkten – während der PIN-Authentifizierung kann Werbung/Notifications nicht ablenken. Nach Unlock: Normal.

Applies to: Android Enterprise (alle Varianten)

Microsoft Edge 148 Settings im Windows Settings Catalog

Zwei neue NTP (New Tab Page) Policies für Edge 148:

1. ConfigureNTPFeedTabVisibility
EnableBothWorkDiscover (Default): Beide Tabs sichtbar
EnableOnlyWork: Nur Work Feed
EnableOnlyDiscover: Nur Discover Feed

2. Default NTP Feed Tab
Work (Default)
Discover

Nutzen: Für Enterprises, die ihren Mitarbeitern nur unternehmensrelevante Inhalte auf der Edge New Tab Page zeigen wollen.

Applies to: Windows 10 and later


Handlungsbedarfe

🔴 KRITISCH – Apple Intelligence Migration (iOS/iPadOS, macOS)

  • Timeline: Beginn jetzt, Abschluss bis Ende Q3 2026
  • Action: Migrate alte Intelligence-Restrictions zu DDM Configs
  • Fallback: Alte Policies funktionieren noch, aber sind deprecated
  • Docs: Apple DDM Framework (Microsoft Learn)

🔴 WICHTIG – MHS Lock Task Password (Android Enterprise)

  • Timeline: Nächste Wartungsfenster
  • Action: App Config Policies → Device Configuration Profiles
  • Überwachung: Legacy Policies weiterhin testen, parallele Migration empfohlen
  • Docs: Configure Microsoft Managed Home Screen

🟡 MITTELHOCH – Multiple Managed Accounts (iOS/iPadOS)

  • Timeline: Jetzt QA-testen, später rollout
  • Action: Teams v8.10.0+ in Pilot-Group testen
  • Testing: Wie funktionieren Custom App Protection Policies mit Multi-Account?
  • Scope: Android-Support kommt später – nicht sofort erwarten

🟡 OPTIONAL – Custom MHS Top Bar & App Silencing

  • Timeline: Nächster Kiosk-Deployment
  • Action: ROI-Check für deine Kiosk-Szenarien
  • Use Cases: Checkout, Konferenzraum-Displays, Public Kioske

Fazit

Release 2605 ist ein Mixed Bag:

Das Gute:
– Multiple Managed Accounts endlich für Teams = echte Productivity-Gewinne
– MHS-Features (Custom Top Bar, App Silencing) machen Kiosk-Deployment smarter
– Edge & Bluetooth Settings geben mehr Granularität

⚠️ Das Kritische:
Apple Intelligence Deprecation ist ein echtes Project – du musst zu DDM migrieren
MHS Lock Task Password erfordert Policy-Rewrite – das ist Arbeit
Gradueller Rollout bedeutet: Nicht alle Features sind sofort da


Quellen

iOS 27 und Workspace ONE: DDM-Migration – Der Schrittplan für deutsche Admins

iOS 27 und Workspace ONE: DDM-Migration – Der Schrittplan für deutsche Admins

Apple hat auf der WWDC 2026 den Startschuss gegeben – iOS 27 kommt im September. Für dich als Admin bedeutet das: Legacy MDM ist offiziell Geschichte. Hier bekommst du alles, was du wirklich wissen musst.

💡 Das Wichtigste in 30 Sekunden
iOS 27 erscheint September 2026 – Legacy MDM Update-Commands funktionieren danach NICHT mehr.
DDM (Declarative Device Management) ist ab iOS 27 Pflicht für Software-Update-Enforcement.
Workspace ONE UEM 2406+ unterstützt DDM für iOS – du brauchst mindestens diese Version.
Bestehende Profile und Policies bleiben unberührt – nur Update-Management muss migriert werden.
Die Siri AI kommt in der EU NICHT auf iOS 27 (Digital Markets Act) – vorerst nur auf macOS 27.

Was Apple auf der WWDC 2026 angekündigt hat

A m 8. Juni 2026, hat Apple auf der Worldwide Developers Conference in Apple Park iOS 27 offiziell vorgestellt. Der Fokus lag klar auf KI – konkret auf einem von Googles Gemini-Modell betriebenen Siri. Aber für uns Admins ist etwas anderes der eigentliche Knackpunkt:

  • iOS 27 unterstützt alle Geräte, die aktuell iOS 26 laufen – auch das iPhone 11 und neuere.
  • Apple Intelligence läuft nur auf iPhone 15 Pro, iPhone 16 und iPads/Macs mit M1 oder neuer.
  • Legacy MDM Update-Commands (ScheduleOSUpdate, OSUpdateStatus) werden mit iOS 27 komplett ignoriert.
  • DDM ist ab sofort Standard – nicht optional, nicht „demnächst“, sondern jetzt.
⚠️ Wichtig für die EU / Deutschland
Siri AI wird auf iOS 27 und iPadOS 27 in der EU NICHT verfügbar sein.
Apple begründet das mit dem Digital Markets Act (DMA).
Auf macOS 27, watchOS 27 und visionOS 27 ist Siri AI hingegen auch in der EU verfügbar.
Für Unternehmensumgebungen in Deutschland bleibt der operative Betrieb unverändert.

DDM vs. Legacy MDM – Was hat sich eigentlich geändert?

Der Unterschied zwischen Legacy MDM und DDM ist kein Buzzword – er ist architektonisch. Kurz gesagt:

Merkmal Legacy MDM (alt) DDM – Declarative Device Management (neu)
Steuerung Server schickt Befehle, Gerät führt aus Server definiert Zielzustand, Gerät kommt selbst dahin
Software Updates ScheduleOSUpdate-Command Software Update Enforcement Declaration
Check-in Abhängigkeit Ja – Command-Delivery muss klappen Nein – Gerät arbeitet eigenständig
Fehlertoleranz Gering (kein Check-in = kein Update) Hoch (Gerät retried eigenständig)
Statusreporting Nur nach Command-Ausführung Kontinuierlich via Status-Channel
iOS 27 kompatibel? NEIN – Commands werden ignoriert JA – vollständig unterstützt
Nutzer-Benachrichtigung Einmalig Mehrfach, Wochen im Voraus
ℹ️ Wie DDM intern funktioniert
Beim alten MDM: Workspace ONE schickt „Update jetzt!“ – und wartet.
Bei DDM: Workspace ONE erklärt den gewünschten Zustand (z.B. „iOS 27.0 bis 15.09.2026“).
Das Gerät übernimmt die Verantwortung, diesen Zustand zu erreichen.
Kein Check-in? Kein Problem – beim nächsten Kontakt macht das Gerät weiter.
Schlechte Verbindung? Das Gerät retried ohne serverseitigen Eingriff.

Workspace ONE UEM und DDM – Was du jetzt brauchst

Die gute Nachricht: Omnissa hat seine Hausaufgaben gemacht. DDM ist kein Zukunftsprojekt mehr – es ist fertig. Hier der aktuelle Stand:

WS1 UEM Version DDM Support Details
2406 (August 2024) iOS / iPadOS GA-Release: Software Update Enforcement, DDM Declarations, Status-Channel
2410 (Oktober 2024) macOS DDM für macOS hinzugekommen
2406+ (SaaS) Vollständig Beide Typen: Imperative und Declarative Profiles parallel möglich

Für On-Premises Kunden: Wenn ihr noch auf WS1 UEM 2306 oder älter seid, müsst ihr bis September 2026 auf mindestens 2406 upgraden – sonst habt ihr nach dem iOS 27 Rollout keine Kontrolle mehr über Software Updates auf iOS-Geräten.

⚠️ On-Premises Admins: Handlungsbedarf jetzt
WS1 UEM 2306 und älter: Kein DDM-Support.
Legacy Update-Commands funktionieren nach iOS 27 Release nicht mehr.
Upgrade auf mindestens WS1 UEM 2406 ist Pflicht vor September 2026.
SaaS-Kunden sind automatisch auf dem aktuellen Stand – kein Handlungsbedarf.

Schrittplan: Migration auf DDM in Workspace ONE

Hier ist der praxiserprobte Schrittplan – inklusive Timeline für September 2026:

Schritt 1: WS1 UEM Version prüfen (Sofort)

Prüfe deine aktuelle WS1 UEM Version unter System > General > Product Information.

  • SaaS: Ihr seid automatisch aktuell.
  • On-Premises: Ihr braucht mindestens Version 2406.
  • Ist deine Version älter als 2406, startet den Upgrade-Prozess asap. Bei Fragen, wende dich an deinen Dienstleister des Vertrauens.

Schritt 2: Bestehende iOS Update Policies inventarisieren (Woche 1–2)

Dokumentiert alle vorhandenen Legacy-Update-Policies unter Devices > Apple Updates > iOS/iPadOS Update Policies.

  • Welche Smart Groups sind zugewiesen?
  • Welche Versionen werden enforced?
  • Welche Deferred-Zeiten sind konfiguriert?
ℹ️ Koexistenz möglich
DDM und Legacy MDM können parallel auf denselben Geräten laufen.
Du musst nicht alles auf einmal migrieren.
Sobald eine DDM Software Update Enforcement Declaration aktiv ist, wird sie priorisiert.
Legacy Update Commands werden dann ignoriert – auch wenn sie noch konfiguriert sind.

Schritt 3: Erstes DDM Profil erstellen – Testumgebung (Woche 2–3)

In der Workspace ONE Console navigierst du zu Resources > Profiles > Add Profile > iOS. Jetzt siehst du eine neue Option:

2. Platform: iOS
3. Management Type: Declarative <– neu seit WS1 2406
4. Declaration Type: Configuration

Schritt 4: Testen und Validieren (Woche 3–4)

Beobachte den Status-Channel in WS1 – das ist das neue Herzstück von DDM:

  • Devices > Device Details > [Gerät] > DDM Status
  • Prüfe, ob die Declaration korrekt zugewiesen wurde.
  • Nutzer bekommen jetzt automatisch Benachrichtigungen auf dem Gerät.
  • Validiere das Update nach Enforcement-Datum.

Schritt 5: Rollout auf Produktion (August 2026 – vor iOS 27)

Sobald der Test stabil läuft, rollt ihr die DDM Declarations auf alle iOS-Geräte aus. Folgende Empfehlung für Timing:

Phase Zeitraum Aktion
Vorbereitung Juni 2026 WS1 Version prüfen, Inventarisierung, Test-Declarations erstellen
Pilot Juli 2026 DDM auf 10–20% der Geräte (IT-Team, Power User)
Rollout Welle 1 August 2026 DDM auf 50% der Geräte, Legacy Policies parallel aktiv lassen
Vollständig Vor September 2026 DDM auf 100% der Geräte aktiv
iOS 27 Release September 2026 iOS 27 erscheint – nur DDM Devices bekommen kontrollierten Update-Rollout
Legacy Cleanup Oktober 2026 Alte Legacy Update Policies aus WS1 entfernen

Achtung: TLS-Verschärfung in iOS 27

iOS 27 und macOS 27 erzwingen strengere TLS-Anforderungen für Systemprozesse. Das ist ein separates Thema, aber ein kritisches – insbesondere für On-Premises WS1-Umgebungen mit eigenen PKI-Infrastrukturen:

⚠️ TLS-Kompatibilität prüfen
iOS 27 erzwingt via neuen ProfileAssetReference-Key strengere TLS-Anforderungen.
Betroffen sind Systemprozesse, die HTTPS-Verbindungen zu internen Servern aufbauen.
Prüft eure internen CA-Zertifikate auf SHA-256 Signatur und ausreichende Key-Länge.
Besonders kritisch: On-Premises WS1 mit eigener PKI (z.B. D-Trust, Microsoft CA).
Test-Enrollment mit iOS 27 Developer Beta empfohlen, sobald verfügbar.

Best Practices für deutsche Admins

  1. Migrationszeitpunkt: Nicht bis September warten. Jetzt anfangen.
  2. Test-Gruppe aufbauen: 3–5 Geräte, mindestens iOS 16+, verschiedene Modelle.
  3. Legacy Policies nicht sofort löschen: Koexistenz nutzen, erst nach validiertem DDM-Rollout aufräumen.
  4. Status-Channel auswerten: Das ist euer neues Dashboard für Update-Compliance.
  5. Nutzer-Kommunikation planen: DDM schickt automatisch Benachrichtigungen – stimmt das Timing mit eurer IT-Policy ab.
  6. On-Prem: Seed-Script für neue iOS-Versionen von Omnissa Connect herunterladen (beta-Unterstützung).
  7. TLS-Audit jetzt: Interne CA-Zertifikate auf iOS 27 Kompatibilität prüfen.

Häufige Fehler – und wie ihr sie vermeidet

Fehler Auswirkung Lösung
WS1 Version < 2406 Kein DDM möglich Upgrade auf 2406 oder neuer vor September
Legacy + DDM ohne Priorität beachten Unerwartetes Verhalten DDM Override verstehen: DDM Declaration gewinnt immer
Enforcement Date zu früh gesetzt Nutzer werden überrascht Mindestens 2 Wochen Vorlauf einplanen
TLS-Zertifikate nicht geprüft Enrollment-Fehler nach iOS 27 Upgrade CA-Zertifikate vor Release prüfen
iOS 27 Beta ignoriert Keine Vorwarnung bei Problemen Jetzt Developer Beta testen

Und zur guter letzt nochmal der Hinweis. WS1 On-Prem ist zum 30.04.2027 abgekündigt und EOL! Hier wird Omnissa keine Grace-Periode geben. Somit ist hier Handlungsbedarf, da ich Migration in die SaaS mehrere Wochen benötigt.

Omnissa Workspace ONE UEM Release 2604

Hey Leute,

ich hatte es ja versprochen und nun kommt mein Artikel zum neuen 2604. Geile release Nummer by the Way (kleiner Insider 🤩). Das 2604 Release ist einer der expansivsten der letzten Zeit und baut auf dem Momentum der 2602 auf . Und ehrlich? Das ist die Release, auf die viele von euch gewartet haben. Windows Server endlich im UEM-Universum, macOS-Admins können die Verpackungsorgie lassen, und mit Vulnerability Defense gibt’s jetzt auch nen CrowdStrike-Integration (mir stellen sich die Nackenhaare auf 🤯🤓, aber das ist eher ein persönliches Problem mit CrowdStrike wieder so ein Insider), die tatsächlich Sinn macht.

Ich bin mir aber auch bewusst: Das ist eine Broadcom/KKR-Omnissa, die hier liefert. Die Richtung stimmt, die Features sind solid – aber wir beobachten weiterhin kritisch, wie stabil das bleibt und ob OEMConfig, Rugged und DEX im Fokus bleiben.

Lass mich ein paar Stunden recherchiert haben und dann durch die Features nehmen.


Übersichtstabelle: Features nach Kategorie

Feature Plattform Kategorie Status
Windows Server Management (Enroll 2016+) Windows Server Infrastructure GA
Granular Patch Management Windows Server OS Management GA
Vulnerability Defense (CrowdStrike Integration) Windows Security Limited Availability
Enterprise App Repository (macOS) macOS App Management GA
Platform SSO in Setup Assistant (ADE) macOS, iOS Enrollment Limited Availability
App Preservation during MDM Migration iOS/iPadOS 26+ App Lifecycle GA
Redesigned UEM Console All UI/UX GA
Phased Deployments (Percentage-based) All Deployment GA
Ansible in Custom Config Profiles Linux Configuration GA
Device Update Profile (SUSE Linux) Linux (openSUSE, SLED, SLES) OS Updates GA
Platform-specific ADE Default Profiles iOS, macOS Enrollment GA
Application Removal Protection Improvements iOS App Security GA

Die Top Features im Detail

🖥️ Windows Server Management – Jetzt generell verfügbar (GA)

Das ist die Headline: Windows Server Management ist nun generell verfügbar in Workspace ONE UEM und bringt Server-Infrastruktur in die gleiche Management-Ebene wie der Rest der Endpoint-Flotte .

Konkret:

  • Enroll Windows Server 2016 oder später via Intelligent Hub, und sie tauchen neben deinen Desktops auf mit Server-spezifischen Details wie installierten Rollen und Features
  • Du kannst die Tools nutzen, die du schon kennst: ADMX-Profile mit vorgeladenen Templates, Baselines für automatische Config-Refresh, granulare OS-Patching mit Scheduling, vollständiges App-Lifecycle-Management via Enterprise Application Repository, und Freestyle Orchestrator für Automation
  • Remote Support funktioniert auch: Screen Share, File Access, Command Line – genauso wie bei Desktops

Das ist clever gedacht von Omnissa. Jahrelang haben Server-Teams separate Tools gebraucht. Jetzt ist die Frage: Wie tief geht das? Die ADMX-Integration und das Patching-Handling hören sich solide an. Aber ich warte auf Real-World-Reports zu Skalierungsfragen – einen 5.000er Server-Fleet mit WS1 zu patchen ist nochmal ne andere Hausnummer als Desktops.

Granular Patch Management: Du kannst spezifische Updates aus dem Windows Update Catalog suchen und selektieren, sie auf definierte Server-Gruppen zielen und die Deployment innerhalb deinem Timeframe planen. Du kannst sogar Updates vorab herunterladen, damit die Installation sofort startet, wenn die Zeit kommt .


🔒 Vulnerability Defense + CrowdStrike Falcon – Limited Availability

Workspace ONE Vulnerability Defense tritt in Limited Availability ein und bringt einen kompletten Assessment-to-Remediation-Workflow direkt in die Omnissa Platform für Windows Endpoints. Die Lösung integriert WS1 UEM mit CrowdStrike Falcon Exposure Management, um die Lücke zwischen Vulnerability Management, Exposure Discovery und Remediation zu schließen .

Der Workflow:

  • Wenn ne CVE oder High-Risk-Bedingung identifiziert wird, mapped WS1 UEM das automatisch zu betroffenen Endpoints für schnelle Risk-based Priorisierung
  • Empfohlene Remediation Paths werden direkt in der Admin-Console angezeigt, zusammen mit vorkonfigurierten Updates aus dem Enterprise App Repository. Patches und App-Updates werden über UEM ausgeliefert und IT-Teams können den Remediation-Progress monitoren

Die Integration mit CrowdStrike ist clever – Falcon hat etablierte Visibility, und jetzt hast du direkt im UEM-Portal die Remediation-Automation. Das reduziert Ticket-Ping-Pongs massiv. Aber: Limited Availability heißt, das ist noch nicht für alle da. Warte auf GA, bevor du architektural darauf planst. Und der CrowdStrike-Lizenz-Stack ist nicht zu unterschätzen.


🍎 Enterprise App Repository (macOS) – Jetzt GA

Das war lange überfällig. Workspace ONE UEM launcht die Enterprise App Repository (EAR) für macOS – ein kuratierter Katalog von beliebten Applikationen, der Deployment und laufende Verwaltung streamlined .

Praktisch:

  • Admins können Apps aus dem Repository direkt in der UEM-Console selektieren und sofort in Device-Gruppen deployen – kein manuelles Packaging nötig
  • Updates werden automatisch gehandhabt, und Notifications halten Admins informiert, wenn neue Appversionen verfügbar sind
  • Das App-Repository integriert nativ mit bestehenden UEM Assignment Workflows – Deployment passiert wie mit jeder anderen verwalteten App

Endlich. macOS-Admins hatten bisher ne Lücke: Android und iOS haben ihre App-Kataloge, aber macOS-Packaging war immer ne Sandbox, wo man sich selbst überlassen war. Mit der EAR kriegt ihr da Consistency. Die Frage ist: Wie groß ist der Katalog wirklich? Und können Custom Apps dazukommen? Aber für die Top-Use-Cases (Office, Teams, Browser, Dev-Tools) ist das jetzt ein echter Gewinn.


🔐 Platform SSO beim Setup Assistant (ADE) – Limited Availability

Platform SSO kann jetzt direkt im Setup Assistant während Automated Device Enrollment (ADE) konfiguriert werden. Wenn ein Device ADE durchläuft, authentifizieren sich User mit ihrem Org-Identity-Provider und erstellen ihren ersten Local Account – alles während Initial Setup, bevor das Device übergeben wird. Keine zusätzlichen Schritte, kein separater Profile Push .

Das Resultat ist eine cleanere Onboarding-Experience und eine stärkere Security-Baseline von Tag 1 .

Das ist die richtige Richtung. Zero-Touch Enrollment mit PSSO on Day 0 – das war der USP von großen Apple-Lösungen, und jetzt kann WS1 das auch. Noch im Limited Availability Status, aber sobald das GA ist, sollte das zum Standard gehören für neue Mac-Enrollments.


📱 App Preservation during MDM Migration (iOS 26+)

Workspace ONE UEM führt granulare App Preservation während MDM Migration für iOS/iPadOS 26+ Devices ein .

Das Szenario: Du migrierst eine Flotte von nem anderen MDM zu WS1? Früher wurden die Apps gelöscht und neuinstalliert – Friction für User, Komplexität für IT. Jetzt können Apps erhalten bleiben.

Praktisch für größere Migrations-Szenarien. Aber iOS 26+ ist ne spezifische Anforderung – für ältere Devices musst du weiterhin mit App-Reinstall rechnen.


🖼️ Redesigned UEM Console – Now GA

Die neu designte WS1 UEM Admin-Console ist jetzt generell verfügbar. Sie ist auf einem modernisiertem Tech-Stack gebaut, geprägt von iterativem User Research und Testing. Die neue Experience reorganisiert Navigation in logischere Kategorien, stellt die meistgenutzten Features in den Vordergrund, und ersetzt Labels, die Institutional Knowledge brauchten, durch Sprache, die sofort klar ist .

UI-Überarbeitungen sind immer zweischneidig. Manche Admins haben Jahrzehnte in der alten Console gelebt. Aber wenn das Research-driven ist und auf Usability-Testing basiert, sollte das okay sein. Wird schnell klar, ob das wirklich besser ist oder nur anders. Ich bin gespannt drauf.


📊 Phased Deployments mit Percentage-based Rollout – GA

Phased Deployments sind jetzt GA, und diese Release fügt ne neue Capability hinzu: Admins können jede Phase jetzt nach Prozentanteil der Zielgruppe definieren, statt Gruppen explizit zu spezifizieren .

Praktisch: „Rollout an 10% → 25% → 50% → 100%“ ohne dass du Gruppen manuell aufteilen musst.

Das ist ein DLP-Playing-Field. Apple hat das via MDM-Restrictions seit Jahren, Microsoft Intune auch. Jetzt kann WS1 auch prozentual rollout – das ist gut.


🐧 Ansible in Linux Custom Config Profiles + SUSE Update Management

Zwei Linux-Highlights:

  1. Ansible Support: Enterprise Linux Environments vertrauen oft auf Ansible für Configuration Management. In 2604 bringt WS1 UEM diese Capability direkt ins Custom Configuration Profile. Ansible ist jetzt neben Bash, Python und Puppet als unterstützter Payload-Type verfügbar. Admins können Ansible Playbooks nutzen, um enrolled Linux Devices zu konfigurieren, mit Support für Ansible Collections und Roles .
  2. Device Update Profile für SUSE: Das Device Update Profile erweitert sich auf SUSE-basierte Linux Devices (openSUSE, SLED, SLES). Admins können das Level und die Frequenz von automatischen Updates konfigurieren, Security- und Policy-spezifische Update Rules, und Notifications für neue Major OS Versions .

Das ist solider Enterprise-Linux-Support. Ansible ist das Orchestration-Tool, und wenn WS1 das nativ unterstützt, brauchst du weniger Custom Integrations. Für SUSE-Shops ist das dann ne große Erleichterung.


🔧 Platform-specific ADE Default Profiles (iOS & macOS)

Ein Clarity-Feature: Admins können jetzt platform-spezifische Default ADE Profiles assignen. iOS und macOS können unterschiedliche On-Boarding-Profile haben, ohne dass man überall Conditional Logic bauen muss.


⚠️ Handlungsbedarfe & Deprecations

Vulnerability Defense: Limited Availability Status

Vulnerability Defense ist noch nicht GA. Wenn du das architekturiert, solltest du mit dem Omnissa-Account-Team aligned sein. Das kann sich bis GA noch verschieben.

CrowdStrike-Lizenzierung

Wenn du Vulnerability Defense einführen willst, brauchst du nicht nur WS1 UEM, sondern auch CrowdStrike Falcon Exposure Management. Das ist ein separater Lizenzstack – kalkuliere das mit in deine TCO.

Windows Server 2016+ Requirement

Windows Server Management funktioniert nur ab 2016. Wenn du ältere Server-Flotten hast (2012 R2, 2008 R2), brauchst du weiterhin separate Tools.

iOS 26+ für App Preservation

App Preservation during Migration funktioniert nur auf iOS/iPadOS 26+. Ältere Devices haben weiterhin App-Wipe während Migration.


Vergleich zu Microsoft Intune: Wo WS1 Vorteile hat

Der 2604 Release ist eines der expansivsten in letzter Zeit und baut auf 2602-Momentum auf . Wenn du Intune mit WS1 vergleichst:

Feature Workspace ONE UEM 2604 Microsoft Intune
Windows Server Management ✅ Jetzt GA ❌ Nicht native
macOS Enterprise App Repository ✅ GA (curated) ⚠️ Basic app store integration
Rugged Device Support ✅ OEMConfig first ❌ Limited
Linux Management ✅ Ansible

Intune Release 2604 – Die wichtigsten Neuerungen (KW 27.04.2026)

Intune Release 2604 – Die wichtigsten Neuerungen (KW 27.04.2026)

🤔 Was mir an dieser Release auffällt

Ehrlich gesagt, die 2604er Release ist bemerkenswert solide. Keine großen Breaking Changes, aber dafür drei sehr sinnvolle Punkte, die ich täglich in Kundenprojekten höre:

  1. EPM endlich für alle User – bisher war das ein nerving restrictions für Shared Devices (Kiosk, Hotspot-Devices)
  2. Android 14: Credential Manager-Kontrolle – das schreit geradezu nach Zero-Trust-Architektur
  3. Vision Pro & Apple TV management – ok, nichts für den Massenmarkt, aber für Specialized Use Cases ein Game-Changer

Lass mich die Details durchkauen.


📊 Feature-Übersicht: Was sich ändert

Feature Plattform Kategorie Wichtigkeit
EPM: Support-approved Elevation für alle User Windows Security/Privilege Mgmt 🔴 High
Android 14: Credential Manager Permissions Android Enterprise Device Config 🔴 High
Location Services Settings Katalog (neu) Android Enterprise Device Config 🟡 Medium
Apple Access Management (ABM/ASM) iOS/macOS Enrollment/Access 🟡 Medium
visionOS & tvOS ADE Support visionOS/tvOS Enrollment 🟡 Medium
Ubuntu 26.04 LTS Support Linux Device Management 🟡 Medium
Neue Device Page (Public Preview) All UI/UX 🟢 Low (UX)
EPM: Suspend/Restore für Managed Hosting Windows Device Management 🟡 Medium

🔧 Die wichtigsten Features im Detail

1️⃣ Endpoint Privilege Management (EPM): Support-Approved Elevations für ALLE User

Vorher:
– Support-approved file elevation requests funktionieren nur für:
– Den Primary User des Devices
– Den User, der das Device enrolled hat
– Auf Shared Devices (Hotspot, Kiosk, Hoteling): komplettes Blockkade

Nachher (2604):
Alle User auf einem Device können Support-Approved Elevation Requests stellen
– Der Support-Admin muss nicht mehr jonglieren, welcher User gerade logged ist

Szenarios wo das hilft:
– Shared Hotspot-Geräte in Logistik-Hubs
– Kiosk-Modus für Retail/Hospitality
– Hot-Desking in großen Büros

Was ich dir empfehle:

Intune Admin Center → Endpoint Privilege Management →
Policies → [Deine Policy] → Elevation Settings prüfen

Vorsicht: Das ist ein Feature von Intune Suite – nicht im Standard-Intune Plan 1 enthalten. Kosten-Impact checken!


2️⃣ Android 14+: Credential Manager Permissions – Das Security-Highlight

Das Problem:
– Android 14 blockt standardmäßig Third-Party Credential Provider auf Corporate Devices
– Passkey-Adoption scheitert, weil kein Custom Password Manager nutzbar ist
– Microsoft Authenticator kann nicht als Default-Provider fungieren

Die Lösung (2604):
Neue Config im Intune Admin Center:

Apps → Android → Configuration → Managed Devices
→ Android Enterprise → Credential Manager Permissions

Was du hier steuern kannst:
✅ Spezifische Apps als System-Credential-Provider zulassen
✅ Passkey-basierte Sign-in aktivieren
✅ Nur vertraute Credential Sources erlauben
❌ Google Password Manager bleibt blockiert (Known Limitation!)

Unterstützte Device Types:
– Android COBO (Fully Managed)
– Android COSU (Dedicated)
– Android COPE (Corporate-Owned Work Profile)
– Android BYOD mit Work Profile (AM API)

Meine Einschätzung:
Das ist Zero-Trust für Android. Du kannst jetzt explizit definieren: „Nur Microsoft Authenticator + 1Password dürfen Passkeys speichern.“ Game-changer für Finance/Legal-Geräte.

⚠️ Warnung: Google Password Manager funktioniert nicht – musst du in deinen Rollout-Docs erwähnen!


3️⃣ Android Enterprise: Location Settings – Mehr Granularität

Neu (war vorher Binary-Block):
Drei Optionen statt Ja/Nein:

Option Verhalten Use Case
Device default OS-Standard, User kann togglen Flexible Policies
Location enabled Erzwungen an, User kann nicht aus Fleet Tracking, Delivery
Location disabled Erzwungen aus, User kann nicht an High-Security Devices

Gilt für:
– Android 10 und älter (COPE, COBO, COSU)

Warum sag ich dir das?
Der alte „Block location“ Setting war ein Sledgehammer. Jetzt kannst du differenzieren: Fleet-Devices tracken, Admin-Devices privat halten.


4️⃣ Apple Access Management (neu) – For ABM/ASM Admins

Was ist neu:
– Direkt in Apple Business Manager / Apple School Manager konfigurierbar
– Du steuert jetzt aus ABM, welche Devices ein User nutzen darf
Welche Apps & Services verfügbar sind (z.B. App Store blockieren?)

Gilt für:
– iOS/iPadOS
– macOS

Impact für Intune Admins:
Das ist eher ein Apple-seitiges Feature. Aber wenn dein ABM Admin das nutzt, synchronisiert es mit Intune. Wichtig: In deine ABM-Onboarding-Docs aufnehmen!


5️⃣ 🎯 visionOS & tvOS ADE Support – The Future is Here

Brechen wir’s runter:

Zum ersten Mal unterstützt Intune:
Apple Vision Pro Management
Apple TV Management
Ohne User Affinity (userless ADE)

Technische Details:
– Über Apple Business Manager / Apple School Manager
– Intune Plan 2 erforderlich (Teil Microsoft 365 Suite)
– Voraussetzung: tvOS 26+ oder visionOS 26+
– Custom Configuration Uploads möglich
– Enrollment Restrictions & Device Actions funktionieren

Wo erscheinen diese Devices?

Intune Admin Center → Devices → All Devices →
Apple Mobile Devices (Filter: tvOS/visionOS)

Szenarios:
– 🏥 Krankenhaus: Vision Pro für Chirurgie-Planung + MDM-Lockdown
– 🏬 Retail: Apple TV in Stores mit gepinnten Apps
– 🎓 Education: VisionOS für AR-Learning, zentral verwaltet

⚠️ WICHTIG: Keep devices updated! tvOS/visionOS 26+ = Sicherheit. Das ist kein „kann“, das ist Pflicht für deine Governance.


6️⃣ Linux: Ubuntu 26.04 LTS Support + 22.04 EOL-Warnung

Timeline:

Version Status Maßnahme
Ubuntu 22.04 LTS EOL August 2026 ⚠️ Migration planen
Ubuntu 26.04 LTS Neu supported Rollout ready

Praktisch:
Devices auf 22.04 können enrolled bleiben, aber:
1. Du solltest Upgrade-Kampagne starten
2. Im Intune Admin Center kannst du identifizieren:

Devices → All Devices → Filter: Linux → Add Column: OS Version


7️⃣ New Device Page (Public Preview) – UI/UX Facelift

Das ist in Preview – noch nicht produktiv!

Enable:

Intune Admin Center → Devices → All Devices → Toggle: „Preview new device view“

Was ändert sich:
Single unified view für Device-Info statt 5 verschiedene Tabs
– Neue Struktur:
Device action status – Was läuft gerade?
Tools and reports – Compliance, Config Status, Remediations
Properties – Editable Device Infos
Device details – Hardware & Entra-Infos

Wichtig:
– Nur bei Devices → All Devices aktiv
– Wenn du ein Device aus Report-View öffnest → alte UI
Keine Funktionalitäts-Changes, rein UI

Meine Einschätzung:
Langfristig überraschend gut durchdacht. Aber warte bis GA, bevor du es im Training zeigst.


⚠️ HANDLUNGSBEDARF: Breaking Changes & Deprecations

🔴 CRITICAL: Google Password Manager blocked auf Android Work Profile

Was passiert:

Android COPE / BYOD Work Profile + Android 14
→ Google Password Manager funktioniert NICHT als Credential Provider

Dein Handeln:
1. Audit: Welche User nutzen Google Password Manager?
2. Communication: „Wir wechseln zu [Microsoft Authenticator / 1Password]“
3. Policy: Setze explizit authorized credential providers
4. Timeline: VOR Android 14 Roll-out implementieren!


🟠 WARNING: Ubuntu 22.04 LTS EOL August 2026

Was passiert:
Nach August 2026 keine Security Patches für 22.04

Dein Handeln:
1. Identifiziere alle Ubuntu 22.04 Devices (Filter in Intune)
2. Kommuniziere Migration zu 26.04 LTS
3. Teste 26.04 LTS in Pilot vor August 2026
4. Hardware-Check: Manche ältere Geräte unterstützen 26.04 nicht!


🟡 NOTICE: visionOS/tvOS 26+ Requirement

Was ist neu:
Apple Vision Pro & Apple TV management nur mit tvOS 26+ / visionOS 26+

Dein Handeln:
– Falls du Vision Pro pilotierst: Update-Strategie definieren
– Alte tvOS-Versionen bleiben „unmanaged“
– Monitoring: „Devices with unsupported OS version“ tracken


📚 Microsoft Learn Ressourcen

Alle offizielle Docs:

  1. EPM Support-Approved Elevations

  2. Android Credential Manager Config

  3. Android Settings Catalog

  4. Apple ADE Overview

  5. Linux Device Enrollment

  6. Ubuntu 26.04 Details


Wer MUSS upgraden:

✅ Android Enterprise Admins (Credential Manager Control ist ein Must-Have für Security)
✅ EPM-Nutzer auf Shared Devices (endlich nicht mehr Workarounds!)
✅ Apple-Shops mit tvOS/Vision Pro Piloten

Wer kann warten (bis GA):

⏳ Reine iOS/macOS Orgs (Features sind nett, nicht game-changing)
⏳ Linux-only Shops (Ubuntu 26.04 ist Standard, 22.04 EOL ist erst Aug 2026)
⏳ Wer Device Page neue UI noch nicht braucht (noch in Preview)

Meine persönliche Einschätzung:

Nach 16+ Jahren MDM: Diese Release ist stabil und pragmatisch. Keine Überraschungen, keine großen Deprecated Features, aber echte Mehrwerte bei Android Security + Credential Management.

Das Android Credential Manager Feature verdient eure volle Aufmerksamkeit. Das ist nicht nur ein „nice-to-have“ – das ist Zero-Trust für Mobile Devices.

Rollout-Plan:

Phase 1 (Juni 2026): Pilot mit Android Credential Manager (5% Devices)
Phase 2 (Juli 2026): EPM Policies für Shared Devices updaten
Phase 3 (Aug 2026): Ubuntu 22.04 → 26.04 Migration starten
Phase 4 (Sept 2026): visionOS/tvOS in Pilot (wenn relevant)
„`

🔗 Schnelle Links
Intune What’s New – Service Release 2604
Microsoft Intune Blog
Intune Roadmap
Endpoint Privilege Management Docs

Microsoft Intune Release 2603: DDM für Apple, Recovery Lock für macOS und Linux Support

Microsoft Intune Release 2603: DDM für Apple, Recovery Lock für macOS und Linux Support

Schon wieder März – und wieder eine Release, die zeigt, wo Microsofts Reise hingeht. Diesmal hat man sich besonders Zeit für Apple DDM genommen, und das ist bedeutsam. Als jemand, der schon länger im MDM-Umfeld unterwegs ist, sehe ich hier einen wichtigen Shift: Apple zieht mit Declarative Device Management aus dem klassischen MDM-Modus raus. Das ist nicht einfach nur „noch ein Feature“ – das ändert, wie wir iOS/iPadOS Apps deployen.

Gleichzeitig bekommt macOS endlich ordentliche Recovery Lock Features, Android Enterprise kriegt neuen OEM-Support, und Linux wird erwachsen. Lass mich die wichtigsten Punkte durchgehen.


Übersichtstabelle: Was ändert sich in 2603?

Feature Plattform Kategorie Status
Declarative Device Management (DDM) für Line-of-Business Apps iOS/iPadOS 18+ App Management ✅ Verfügbar
Recovery Lock mit Password Rotation macOS Device Configuration 🔄 Rollout (bis Ende April)
Inventus OEMConfig Integration Android Enterprise OEMConfig ✅ Verfügbar
Disable Cross Device Resume Policy Windows 10/11 Settings Catalog ✅ Windows Insiders
Remove Microsoft Copilot App Policy Windows 10/11 Settings Catalog ✅ Verfügbar
Apple Intelligence & AI Settings (DDM) iOS/iPadOS, macOS Settings Catalog ✅ Verfügbar
Remote Help Connectivity Endpoint Windows Device Management ✅ Verfügbar
RHEL 9 LTS & 10 LTS Support Linux Enrollment ✅ Verfügbar
Microsoft Identity Broker für Linux Linux Authentication ✅ Verfügbar

1. Declarative Device Management für Apple – Das große Ding

Was ist DDM und warum sollte dich das interessieren?

Seit iOS 18 und iPadOS 18 können wir Apple DDM nutzen, um Line-of-Business Apps zu verwalten. Das ist ein großer Unterschied zur klassischen MDM-Verwaltung:

Klassisches MDM:
– Reaktive Verwaltung (Befehl → Antwort)
– Höhere Latenz bei App-Installationen
– Limitierte Per-App-Optionen

Apple DDM:
Deklarativ (Zielzustand definieren, Apple macht den Rest)
– Echte Echtzeit-App-Status
– Associated Domains Support
– Bessere Delivery Efficiency

Praktisch im Intune Admin Center:

  1. DevicesApps → Deine iOS/iPadOS Line-of-Business App öffnen
  2. App Information → Management Type auf Declarative Device Management setzen
  3. Neue Per-App-Optionen konfigurieren (z.B. Associated Domains)
  4. Deployment starten

Was dich erwartet:

✅ Schnellere App-Bereitstellung
✅ Bessere App-Status-Transparenz
✅ Neue Security Features via Associated Domains
❌ Nur für iOS/iPadOS 18+ (Versionsprüfung nötig)

Meine Einschätzung: Das ist ein echter Game-Changer für Unternehmen mit großen iOS-Flotten. Wenn du noch auf iOS 17 bist, solltest du jetzt deinen Update-Plan prüfen.


2. Recovery Lock für macOS – Sicherheit auf neuer Ebene

Das Problem, das Recovery Lock löst:

Ein User mit lokalen Admin-Rechten kann sich in Recovery Mode booten, die Festplatte neuformatieren und dein MDM-Management umgehen. Damit ist Schluss.

Was ist Recovery Lock?

Ein Recovery OS Password, der verhindert:
– Booten in Recovery Mode
– macOS Neuinstallation ohne Admin-Genehmigung
– Umgehen der Remote Management

Zwei Wege zur Umsetzung:

Option 1: Settings Catalog Policy

Devices → Configuration profiles → Create profile
→ macOS → Settings Catalog
→ Recovery Lock
  • Feature aktivieren
  • Password Rotation Schedule setzen (z.B. alle 90 Tage)
  • Speichern

Option 2: Remote Device Action (Manuelle Rotation)

Devices → All devices
→ [Device auswählen]
→ ... → Remote tasks
→ Recovery Lock rotation → Starten

Wichtig: RBAC für Passwords

⚠️ Handlungsbedarf: Admins brauchen explizit die Berechtigung:

Remote tasks/View macOS recovery lock password

Das stellst du unter Roles & Admins → Custom Role → Permissions ein.

Verfügbarkeit:

🔄 Graduelle Rollout bis Ende April 2026 – nicht sofort in allen Tenants verfügbar.


3. Android Enterprise: Inventus OEMConfig

Neu: Inventus com.inventus.oemconfig.gen

Für Admin, die mit Inventus-Rugged-Devices arbeiten (stark in der Logistik/Warehouse), ist das relevant.

OEMConfig erlaubt es, OEM-spezifische Features direkt über Intune zu verwalten:

Devices → Configuration profiles → Create
→ Android Enterprise
→ OEMConfig
→ Inventus (com.inventus.oemconfig.gen)
→ OEM-spezifische Settings konfigurieren

Für wen relevant: Unternehmen mit Zebra/Honeywell/Inventus Devices im Warehouse/Retail.


4. Windows Settings Catalog – Zwei neue Policies mit Bedeutung

Policy 1: Disable Cross Device Resume

Scenario: Der User startet etwas auf seinem iPhone und will es auf dem PC fortsetzen. Security-Policy sagt: Nein.

Devices → Configuration profiles → Create
→ Windows 10 and later
→ Settings Catalog
→ Connectivity
→ Disable Cross Device Resume: Select "Disabled"

Effekt: Keine „Resume from your phone“ Prompts mehr.

Status: ⚠️ Nur für Windows Insiders (Preview-Feature)

Policy 2: Remove Microsoft Copilot App

Szenario: Copilot ist vorinstalliert, aber deine Security Policy sagt: Nicht auf unternehmenseigenen Devices.

Settings Catalog
→ Windows AI
→ Remove Microsoft Copilot App: Enable

Bedingungen (automatisch prüfbar):
– Beide Copilot Apps sind installiert
– User hat die App nicht selbst installiert
– App wurde in letzten 14 Tagen nicht geöffnet

Effekt: App wird deinstalliert (User kann sie später neu installieren).

Status: ✅ Sofort verfügbar


5. Apple Settings Catalog – DDM erweitert sich massiv

DDM x Apple Intelligence Settings (Neu!)

Mit iOS 18 / macOS Sonoma kommt Apple Intelligence. Intune kann jetzt granular kontrollieren:

iOS/iPadOS DDM Settings (neu):
– External Intelligence: Sign In, Workspace IDs
– Apple Intelligence: Report, Genmoji, Image Playground, Visual Intelligence Summary
– Mail: Smart Replies, Summary
– Notes: Transcription, Summary
– Safari: Summary
– Keyboard: Definition Lookup, Auto-Correction, Dictation, Predictive Text, etc.
– Siri: User Generated Content, While Locked, Profanity Filter

macOS DDM Settings (neu):
– File Provider: Remote Syncing, External Volume Syncing, Domain Auto-Enablement
– Rosetta Usage Awareness (für ARM-Transition)

Praktisch:

Devices → Configuration profiles → Create
→ iOS or macOS
→ Settings Catalog
→ Declarative Device Management
→ Intelligence Settings
→ z.B. "Allow Apple Intelligence Report" = Toggle

Security-Tipp: Wenn deine Compliance-Policy Says „Keine Cloud-Datenanalyse“, stellst du hier alle AI-Features auf Disabled.


6. Remote Help – Neue Connectivity-Anforderung ⚠️

Firewall-Update erforderlich!

Microsoft hat einen neuen Endpoint für Remote Help (Launch Remote Help in Admin Center) hinzugefügt:

*.trouter.communications.svc.cloud.microsoft

Handlungsbedarf:
1. ✅ Aktualisiere deine Firewall-Regeln
2. ✅ Prüfe Proxy-Konfiguration
3. ✅ Teste Remote Help mit Windows-Device nach Update

Neues Log-File:
NotificationInfra.log (Intune Management Extension)
– Trackt Real-Time-Communication-Notifications
– Hilfreich für Troubleshooting

Ort: C:\Program Files (x86)\Microsoft Intune Management Extension\Logs\


7. Linux Support – RHEL wird erwachsen

Support-Änderung:

Version Status Aktion
RHEL 8 LTS ❌ End of Support Bestehende Devices bleiben enrollt, aber kein Support mehr
RHEL 9 LTS ✅ Neu unterstützt Production-Ready
RHEL 10 LTS ✅ Neu unterstützt Production-Ready

Handlungsbedarf für dich:

  1. Identify RHEL 8 Devices:
Intune Admin Center
→ Devices → All devices
→ Filter: OS = Linux
→ Add Column: OS Version
  1. User Notification:
    – E-Mail an Admins mit RHEL 8-Devices
    – Upgrade-Plan für Q2/Q3 2026
  2. Enrollment Verification:
    – Neue Enrollments nur auf RHEL 9+ akzeptieren
    – Enrollment Restrictions prüfen

Microsoft Intune App für Linux – Identity Broker Integration

Die neue Version der Intune-App für Linux unterstützt jetzt Microsoft Identity Broker, was bedeutet:
– SSO zwischen Linux-Apps und Browser
– Bessere Token-Verwaltung
– Sicherere Authentication Flow


🚨 Kritische Handlungsbedarfe

Punkt Kritikalität Deadline Aktion
Firewall Update (Remote Help Endpoint) 🔴 Hoch Sofort *.trouter.communications.svc.cloud.microsoft allowlisten
RHEL 8 Geräte identifizieren 🟡 Mittel Bis Juni 2026 Inventory + Upgrade-Plan
Recovery Lock RBAC Setup 🟡 Mittel Bis Ende April Berechtigungen für Admin-Rollen anpassen
iOS 18 DDM Readiness Check 🟡 Mittel Vor Rollout Device-Kompatibilität prüfen (iOS 18+)
Windows Insider Copilot Policy Testen 🟢 Niedrig Optional In Test-Ring deployen

Meine persönliche Einschätzung

Diese Release 2603 ist solider mittlerer Release – nicht revolutionär, aber substanziell:

Positiv:
– Apple DDM für LOB Apps ist längst überfällig und wird Deployment-Performance spürbar verbessern
– Recovery Lock für macOS schliesst echte Security-Lücke
– Linux Support mit RHEL 9/10 macht Sinn (Zukunftsicherung)
– AI Settings Katalog zeigt, dass Microsoft ernst mit Apple Intelligence-Management meint

⚠️ Vorsichtig:
– Recovery Lock ist nur graduelle Rollout (bis Ende April) – nicht ideal für große Deployments
– Cross-Device Resume Policy ist noch Insider-only (zu nischig?)
– Copilot Removal braucht spezifische Bedingungen (14 Tage nicht geöffnet – kann frustrierend sein)

🔔 Wichtigste Action: Firewall-Update für Remote Help. Das übersehen viele und dann funktioniert Remote Help plötzlich nicht.


Quellen & Dokumentation

iOS 26: MDM-Migration ohne Factory Reset – Apple beendet den Vendor Lock-in

iOS 26: MDM-Migration ohne Factory Reset – Apple beendet den Vendor Lock-in

Apple löst eines der lästigsten Probleme in der Apple-Enterprise-Welt: Mit iOS/iPadOS/macOS 26 könnt ihr eure Geräte direkt im Apple Business Manager zwischen MDM-Lösungen verschieben – ohne Wipe, ohne Nachtschicht, ohne Drama. Fast.

Ab iOS/iPadOS/macOS 26 könnt ihr ADE-enrolled Corporate Devices direkt im ABM einem neuen MDM zuweisen – kein Factory Reset nötig. Ihr setzt eine Deadline, der User bekommt eine Notification, das Gerät enrollt sich neu. Persönliche Daten bleiben erhalten. Managed Apps auf iPhone/iPad werden entfernt und müssen vom neuen MDM neu ausgerollt werden. VPP-Lizenzen wandern nicht automatisch. Vorbereitung ist trotzdem Pflicht.

Was ist neu – und stimmt das wirklich?

In den letzten Wochen macht ein LinkedIn-Post die Runde, der das neue Feature von iOS 26 beschreibt. Kaum gelesen, weckte dieser Post mein Interesse.

Im Kern stimmt er – aber ein paar Details sind ungenau oder fehlen komplett. Ich hab das Ganze gegen die offizielle Apple-Dokumentation, Microsoft Intune Docs und mehrere MDM-Hersteller-Guides gecheckt. Hier kommt der vollständige Faktencheck.

Abb. 1: MDM-Migration bisher vs. ab iOS/iPadOS/macOS 26

Was stimmt (korrekte Claims im Umlauf)

  • MDM-Migration ohne Factory Reset für iOS/iPadOS/macOS 26 – korrekt
  • Steuerung komplett über Apple Business Manager – korrekt
  • Deadline-Feature mit automatischem Erzwingen – korrekt
  • User-Notifications mit steigender Häufigkeit – korrekt
  • Persönliche Daten bleiben auf dem Gerät – korrekt
Was fehlt oder ist ungenau (wichtige Details)

  • „Ohne Datenverlust“ ist nuanciert: Persönliche Daten bleiben, aber MDM-verwaltete Apps werden auf iPhone/iPad beim Unenrollment entfernt – außer das neue MDM liefert sie via await_device_configured rechtzeitig nach.
  • Nur für ADE-enrolled Corporate Devices: BYOD-Geräte sind komplett ausgeschlossen. Shared iPad und Apple Business Essentials ebenfalls nicht unterstützt.
  • Einmaliger Reset bei alten ABM-Einschreibungen: Geräte, die ursprünglich mit iOS < 26 in ABM eingeschrieben wurden, benötigen EINMALIG einen Reset zur Re-Registrierung. Danach nie wieder.
  • VPP-Lizenzen migrieren nicht automatisch: Der Apps & Books Content Token muss manuell aus dem alten MDM entfernt und im neuen registriert werden.
  • Vorbereitung ist Pflicht: Konfigurationsprofile, Compliance-Policies, Scripts und App-Deployments müssen im neuen MDM vorab nachgebaut werden.

Wie funktioniert das technisch?

Apple hat den nativen MDM-Protokoll-Stack erweitert. Der ABM koordiniert jetzt aktiv den Wechsel zwischen zwei MDM-Servern und kommuniziert gleichzeitig mit beiden. Das Gerät wird vom alten MDM unenrollt und enrollt sich direkt in das neue – alles gesteuert durch das OS, ohne manuellen Eingriff.

Technisch relevant: Das Feature basiert auf Declarative Device Management (DDM). Die Logik läuft direkt auf dem Gerät, wodurch die Abhängigkeit vom MDM-Server reduziert wird. Apple rotiert dabei automatisch sicherheitsrelevante Keys – z.B. den FileVault Personal Recovery Key auf macOS.

Was bleibt auf dem Gerät, was wird entfernt?
Was iPhone/iPad Mac
Persönliche Daten Bleiben vollständig erhalten Bleiben vollständig erhalten
MDM-Konfigurationsprofile Werden entfernt Werden entfernt
Managed Apps (MDM-deployed) Werden entfernt (*) Bleiben ggf. erhalten
App-Daten (bei Preservation) Bleiben bei korrektem Setup Bleiben bei korrektem Setup
VPP-Lizenzen Manuell migrieren! Manuell migrieren!
Activation Lock / Bypass Code Wird vom neuen MDM neu erstellt Wird vom neuen MDM neu erstellt
FileVault Key (macOS) N/A Wird automatisch rotiert

(*) Managed Apps können bei korrektem Setup preserviert werden: Das neue MDM muss die Apps per await_device_configured installieren, bevor DeviceConfigured gesendet wird. Declarative Managed Apps werden immer behalten.

Voraussetzungen

Bevor ihr loslegt, müssen folgende Punkte erfüllt sein:

Abb. 2: Voraussetzungen auf einen Blick

  • Gerät läuft auf iOS 26, iPadOS 26 oder macOS 26
  • Gerät ist per Automated Device Enrollment (ADE) enrolled – kein User Enrollment, kein BYOD
  • Gerät ist in Apple Business Manager (ABM) oder Apple School Manager (ASM) erfasst
  • Neues MDM ist als MDM-Server in ABM konfiguriert (Token-Austausch abgeschlossen)
  • APNs-Zertifikat im neuen MDM ist aktiv
  • VPP/Apps & Books Token für das neue MDM ist eingerichtet (falls Apps per VPP deployt werden)
  • Neues MDM ist vollständig vorbereitet: Profile, Policies, Apps und Scripts nachgebaut
Einschränkungen

  • Nicht unterstützt: Apple Business Essentials, Shared iPad, BYOD-Geräte
  • Return to Service mit App Preservation (is_return_to_service = TRUE) blockiert die Migration
  • Geräte offline nach Unenrollment: User wird zur WLAN-Auswahl geleitet, bis Migration abgeschlossen
  • Bei VPP-Apps: Deadline nicht größer als 30 Tage setzen

How-to: MDM-Migration mit iOS 26 – Schritt für Schritt

Phase 1: Vorbereitung (vor dem ersten Klick in ABM)

Die Migration selbst dauert Minuten – aber die Vorbereitung entscheidet über Erfolg oder Chaos. Hier solltet ihr keine Abkürzungen nehmen.

# Aufgabe Prio
Vollständiges Inventar aller Geräte exportieren – Seriennummern, OS-Version, Enrollment-Status Pflicht
Alle Konfigurationsprofile dokumentieren: Wi-Fi, VPN, Zertifikate, Restrictions, E-Mail Pflicht
Compliance-Policies, Security-Baselines und Scripts erfassen Pflicht
App-Deployment dokumentieren: Welche Apps, VPP oder direkt, welche Managed Configs Pflicht
Neues MDM vollständig konfigurieren: APNs, ABM-Token, Enrollment Profile, alle Profile nachbauen Pflicht
VPP Content Token: Aus altem MDM entfernen, neues Token im neuen MDM registrieren Kritisch
Pilot-Gruppe definieren (5–10 Geräte) für Testlauf vor Massenrollout Empfohlen
User-Kommunikation vorbereiten: Was passiert, wann, was müssen User tun Empfohlen

Phase 2: Migration in ABM starten

  1. Anmelden bei business.apple.com als Administrator oder Device Enrollment Manager
  2. Im Seitenmenü auf ‚Devices‘ gehen
  3. Geräte suchen und auswählen (Seriennummer, Order-Nummer oder Filter ‚Eligible Devices‘ nutzen)
  4. Auf das Gerät klicken → ‚…‘ (Ellipsis-Menü) oder ‚Edit‘ → ‚Assign Device Management‘
  5. Neuen MDM-Server auswählen
  6. ‚Add Deadline‘ klicken und Datum/Uhrzeit setzen (kein Deadline = kein automatisches Erzwingen)
  7. ‚Continue‘ → Prompt lesen → ‚Confirm‘

Hinweis: Ohne Deadline kein Zwang!

Wenn ihr keine Deadline setzt, migriert das Gerät nur bei einem nächsten Erase oder wenn ihr manuell den profiles-Befehl ausführt. Für einen kontrollierten Rollout immer Deadline setzen.

Troubleshooting: „Add Deadline“ nicht verfügbar

Wenn der „Add Deadline“-Button im ABM ausgegraut ist oder gar nicht erscheint, liegt das fast immer an einem der folgenden drei Gründe:

Problem Ursache Lösung
OS < iOS/iPadOS/macOS 26 ABM zeigt die Option erst ab iOS 26 an – das Feature ist OS-seitig implementiert Gerät auf iOS 26 updaten, dann erneut in ABM prüfen
Gerät nur „Assigned“, nicht „Enrolled“ Migration setzt aktives, laufendes Enrollment voraus – „Assigned“ allein reicht nicht Gerät normal enrollen, dann Migration starten
Gerät im Status „Pending“ Gerät frisch ausgepackt oder noch im Setup Assistant – Enrollment-Flow noch nicht abgeschlossen Setup abschließen und einmalig enrollen, dann Option prüfen
Enrolled, aber Option fehlt trotzdem Letzter Check-in zu weit zurück oder MDM-Push ausstehend Force Check-in über MDM senden, ABM-Seite neu laden
Quelle = „Apple Configurator“ Gerät wurde manuell über Configurator 2 in ABM eingebracht – nicht über Reseller/DEP Siehe nächster Abschnitt
Schnellcheck: Enrolled vs. Assigned

Den Enrollment-Status „Enrolled“ bzw. „Assigned“ findet ihr nicht in ABM, sondern im jeweiligen MDM (z.B. Intune: Geräte → Gerät auswählen → Übersicht). ABM zeigt unter „Geräteverwaltungsdienst“ nur den zugewiesenen MDM-Server – keinen separaten Enrolled/Assigned-Status.

Was ihr direkt in ABM prüfen solltet: das Feld „Quelle“ unter Details. Steht dort „Apple Configurator“ → siehe nächster Abschnitt. Steht dort „Apple“ oder ein Reseller-Name → Migration sollte funktionieren, sofern das Gerät auf iOS 26 läuft und aktiv enrolled ist.

Sonderfall: Quelle „Apple Configurator“ – Migration nicht möglich

Wenn im ABM-Gerätedetail unter „Quelle“ der Wert „Apple Configurator“ steht, wurde das Gerät manuell über Apple Configurator 2 in ABM eingebracht – und nicht automatisch über den Kaufprozess via Reseller oder direkt bei Apple. Die Quelle ist fest gesetzt und lässt sich nachträglich nicht ändern. Die Option „Add Deadline“ erscheint für diese Geräte nicht.

Optionen und Lösungswege

Option 1 – Einmaliger Reset auf iOS 26 (empfohlen): Factory Reset des Geräts auf iOS 26. Beim Neuaufsetzen enrollt es sich sauber im ADE-Flow. Danach funktioniert die nahtlose MDM-Migration – dauerhaft, ohne weiteren Reset. Der einmalige Wipe ist der „Eintrittsbonus“ für den neuen Mechanismus.

Option 2 – Aus ABM entfernen und neu hinzufügen: über Configurator 2 möglich, ändert aber nichts – die Quelle bleibt „Apple Configurator“. Für dieses Problem kein sinnvoller Weg.

Option 3 – Für neue Geräte: Geräte künftig direkt über einen Apple Authorized Reseller oder Apple selbst kaufen. Diese landen automatisch mit Quelle „Apple“ bzw. Reseller-Name in ABM und sind von Anfang an für die nahtlose Migration geeignet.

Phase 3: User-Experience und Monitoring

Was der User sieht, hängt vom Zeitpunkt ab:

Abb. 3: Notification-Verhalten je nach Zeitpunkt bis zur Deadline

Zeitpunkt Notification-Verhalten
Deadline gesetzt Tägliche Benachrichtigung
24h vor Deadline Stündliche Benachrichtigung
Letzte Stunde Benachrichtigung alle 60, 30, 10 und 1 Minute(n)
Deadline erreicht Nicht-wegklickbarer Vollbild-Dialog, Enrollment wird erzwungen
Wann erscheint die erste Notification? Kann man das beschleunigen?

Die initiale Notification erscheint bei einem online Gerät in der Regel innerhalb weniger Minuten nach der ABM-Zuweisung. Der Ablauf dahinter: ABM benachrichtigt das alte MDM über das MDM-Protokoll → das alte MDM schickt einen APNs-Push ans Gerät → das Gerät checkt beim alten MDM ein, holt sich die Migration-Instruction und zeigt dem User die Notification an. Ist das Gerät offline, wartet APNs auf die nächste Verbindung.

Wichtig: Die täglichen, stündlichen und minuten-genauen Benachrichtigungen aus der Tabelle oben sind der Reminder-Rhythmus für den Fall, dass der User noch nicht reagiert hat – nicht der Zeitplan für die initiale Erstbenachrichtigung.

Beschleunigen möglich? Ja – aber nur über das alte MDM: einen manuellen Force Check-in / Sync-Befehl ans Gerät schicken. Das triggert sofort ein Check-in, das Gerät holt sich die Migration-Instruction und zeigt die Notification ohne Wartezeit an. Ein ABM-Sync im neuen MDM hat darauf keinen Einfluss – die User-Notification läuft ausschließlich über das alte MDM und APNs.

Phase 4: Was auf dem Gerät passiert (User-Flow)

Auf iPhone/iPad:

  1. User erhält eine Notification ‚Enrollment Required‘
  2. Tippen auf die Notification öffnet Einstellungen → VPN & Geräteverwaltung
  3. ‚Enrollment starten‘ antippen
  4. Gerät startet neu – nach dem Neustart enrollt sich das Gerät automatisch im neuen MDM
  5. Alle neuen MDM-Konfigurationen werden direkt im Anschluss OTA verteilt

Auf Mac:

  1. Notification erscheint im Notification Center
  2. Klick öffnet Systemeinstellungen → Geräteverwaltung
  3. ‚Enrollment starten‘ → Vollbild-Dialog → ‚Enroll‘
  4. MDM-Profile werden entfernt, Gerät enrollt sich neu
  5. Nach erfolgtem Enrollment: alle neuen MDM-Konfigurationen werden OTA verteilt
Was wenn’s schiefläuft?

Schlägt das Enrollment fehl (z.B. kein WLAN), wird das Gerät nicht mehr vom alten MDM verwaltet und gilt als ‚unmanaged‘. In diesem Fall: Gerät wie ein neu zu enrollendes Gerät behandeln. Es gibt keinen automatischen Rückfall zum alten MDM.

Wie sieht das konkret für Intune und Workspace ONE aus?

Beide Lösungen unterstützen das Feature. Die Vorbereitung auf Intune-Seite laut Microsoft:

  • APNs-Zertifikat in Intune hochladen
  • ABM/ASM-Token in Intune registrieren (gegenseitiger Token-Austausch)
  • Enrollment Profile in Intune erstellen und Geräten zuweisen
  • Danach in ABM: MDM-Server auf Intune umstellen und Deadline setzen

Für Workspace ONE gilt dasselbe Prinzip. Da ich in nächster Zeit den ganzen Prozess selbst teste, folgt dazu ein detaillierter Praxisbericht – Stay tuned.

Best Practices für die Praxis

  • Immer mit einer Pilot-Gruppe anfangen: 5–10 Geräte, alles prüfen, dann skalieren.
  • Separate ABM-Server-Tokens: Für altes und neues MDM je einen eigenen Token verwenden.
  • await_device_configured nutzen: Dadurch können Apps (inkl. deren Daten) preserviert werden – wichtig für nahtlose User-Experience.
  • VPP-Migration zuerst planen: Token aus altem MDM ZUERST entfernen, dann im neuen registrieren. Deadline max. 30 Tage bei VPP-Apps.
  • User-Kommunikation: Vorab informieren, was passiert. Kein Datenverlust, aber der Enrollment-Dialog kommt – das kann erschrecken.
  • Offline-Fälle einplanen: Geräte ohne WLAN nach der Deadline landen im Setup-Assistant, bis sie sich verbinden.

Managed Home Screen: Woher kommt der angezeigte Gerätename?

Managed Home Screen: Woher kommt der angezeigte Gerätename?

Wer den Microsoft Managed Home Screen (MHS) im Shared Device Mode einsetzt, kennt das: In der Top Bar wird ein Gerätename angezeigt – übersichtlich, praktisch, nützlich für Frontline-Worker-Umgebungen. Aber mal ehrlich: Hast du dich schon gefragt, wo dieser Name eigentlich herkommt? Aus dem Android-System? Aus Intune? Und was passiert, wenn du das Gerät in der Konsole umbenennst?

Genau diese Frage hatte ich letztens im Office und habe mich rangesetzt, um ihr auf den Grund zu gehen. Spoiler: Ich wusste schon intuitiv woher die Info kommt – aber ich wollte es dann doch etwas technischer beleuchten. 😄

1. Die Quelle: Nicht Android – sondern Intune

Kurze Antwort zuerst: Der angezeigte Gerätename kommt nicht vom Android-Betriebssystem selbst. Es ist nicht das, was unter Einstellungen → Gerät → Gerätename steht. Sondern es ist der Device Name-Eintrag aus dem Microsoft Intune Admin Center – also der Anzeigename, den du in der Verwaltungskonsole vergeben hast.

⚠️ Wichtig: Das Umbenennen eines Geräts in Intune ändert nur den Anzeigenamen in der Konsole – nicht den lokalen Gerätenamen auf dem Android-Betriebssystem selbst! MHS zeigt immer den Intune-seitigen Namen an.

2. Der Übertragungsweg: App Configuration Policy mit {{DeviceName}}

Der Name gelangt über eine App Configuration Policy an das Gerät. Microsoft stellt dafür die dynamische Variable {{DeviceName}} bereit – Intune löst diese Variable serverseitig auf und bettet den echten Gerätenamen in die Policy ein, bevor sie ans Gerät gepusht wird.

Die drei relevanten Konfigurationsschlüssel in der App Configuration Policy:

Konfigurationsschlüssel Wert Funktion
Top Bar Primary Element Device Name Gerätename als primäres Element (nur ohne Sign-In)
Top Bar Secondary Element Device Name Gerätename als sekundäres Element
Show device name for all supported OS versions on MHS {{DeviceName}} Pflichtfeld – Intune befüllt automatisch den korrekten Wert

ℹ️ Shared Device Mode – Sonderregel: Wenn Sign-In aktiviert ist, wird das primäre Top-Bar-Element automatisch durch den Namen des angemeldeten Benutzers ersetzt. Der Gerätename kann dann nur noch als sekundäres Element konfiguriert werden.

3. Wird der Name lokal gespeichert? Ja – aber nicht wo du denkst

Hier wird es technisch interessant. Der Gerätename wird lokal auf dem Gerät gespeichert – allerdings nicht in einer einfachen Datei oder Datenbank, die ein Nutzer einsehen könnte. Stattdessen nutzt Android dafür den sogenannten Managed Configuration Mechanismus, auch bekannt als App Restrictions oder RestrictionsManager.

Der vollständige Datenpfad

Schritt              Was passiert?
1 Intune löst {{DeviceName}} serverseitig auf → z.B. „DEV-WARD-01“
2 App Configuration Policy mit aufgelöstem Wert wird an das Gerät gepusht
3 Device Policy Controller (Intune / Company Portal) schreibt Wert ins Android Managed Config Bundle
4 Android RestrictionsManager speichert Bundle im geschützten Systembereich
5 MHS App liest Wert beim Start via RestrictionsManager.getApplicationRestrictions()
6 Anzeige des Namens in der Top Bar

Eigenschaften des lokalen Caches

Eigenschaft Detail
Speicherort Systembereich des Android OS – nicht im App-eigenen Storage
Format Android Bundle (Key-Value-Pairs, binär)
Zugriffsrechte Nur der DPC (Intune Company Portal) darf schreiben; MHS darf nur lesen
Persistenz Bleibt über App-Neustarts erhalten; wird bei Policy-Sync oder Factory Reset aktualisiert
Offline-Verhalten Gerätename wird auch ohne Netzwerkverbindung angezeigt (gecacht)
Update-Zyklus Wird beim nächsten Policy-Sync aktualisiert (~alle 8 Stunden oder manuell)

4. Wo wird der Name nicht gespeichert?

Zur Klarheit – diese Speicherorte werden explizit nicht verwendet:

  • ❌ Nicht im lokalen Android-Gerätenamen (Settings.Global.DEVICE_NAME)
  • ❌ Nicht in einer Datei im MHS-App-Verzeichnis (/data/data/com.microsoft.launcher.enterprise/)
  • ❌ Nicht in einer für den Nutzer zugänglichen Datenbank
  • ✅ Ausschließlich im geschützten Android Managed Configuration Bundle – weder einsehbar noch manipulierbar durch den Endnutzer

Fazit

Der im Managed Home Screen angezeigte Gerätename kommt direkt aus dem Intune Admin Center – übermittelt via App Configuration Policy mit der Variable {{DeviceName}}. Lokal wird er im Android RestrictionsManager-Bundle gecacht: sicher, persistent, offline-fähig und für den Endnutzer weder einsehbar noch veränderbar.

Das macht die Sache für Frontline-Worker-Szenarien besonders praktisch. Egal ob das Gerät gerade online ist oder nicht – der Gerätename wird immer korrekt angezeigt.

Workspace ONE UEM 2602: Ein ehrlicher Überblick zum großen Release

 

Workspace ONE UEM 2602: Ein ehrlicher Überblick zum großen Release

Die 2602er ist eine dieser Releases, bei denen Omnissa sein Selbstvertrauen zeigt – und das ist nicht ganz unbegründet (jeder von uns kennt sehr wahrscheinlich die Probleme der letzten Updates, welche immer so naja liefen Nicht amüsiert ). Mit dieser Version liefern sie eines ihrer ambitioniertesten Updates: vollständig aufgefrischte Admin Experience, innovative Android- und Apple-Management-Fähigkeiten, Game-Changing Windows Management und intelligentere Automation überall.

Lass mich die wichtigsten Punkte durchlaufen.


Feature-Übersichtstabelle: 2602 auf einen Blick

Feature Plattform Kategorie Status
Modernisierte Admin Console Cross-Plattform UI/UX Limited Availability
Phased App Deployments Cross-Plattform Automation GA
Advanced eSIM Management Android Connectivity GA
Erweiterte AMAPI-Policies Android Enterprise Control GA
Account-Driven Enrollment (vereinfacht) iOS/macOS Enrollment GA
Dynamic Mac Hardware Seeding macOS Automation GA
Intelligente Enrollment-Labels iOS/macOS Grouping GA
Intelligent Hub Managed Enrollment Windows Enrollment GA
Enterprise App Repository v2 (EARv2) Windows App Distribution GA
Automatisierte Windows App-Patching Windows App Management GA
Windows Agent Updates Dashboard Windows Visibility GA
Dropship Provisioning Bulk Import Windows Provisioning GA
Intel Chip-to-Cloud Logging Windows Troubleshooting GA
Granular App Retention Control Windows App Lifecycle GA
ADMX Profiles (Windows Server Preview) Windows Server Policy Limited Availability

Die wichtigsten Features im Detail

1. Modernisierte Admin Console – Limited Availability, aber vielversprechend

Omnissa kündigt eine modernisierte Konsole mit intuitiver Navigation, neu gestalteter Device List View und intelligenteren Workflows an, die Klicks reduzieren. Admins können sich schrittweise anmelden und jederzeit zurückwechseln.

Meine Analyse: Das ist nicht einfach eine Kosmetik-Operation. Eine frische Konsolen-UI ist bei MDM-Plattformen überraschend kritisch – die Funktion befindet sich derzeit in Limited Availability , also nicht hastig upgraden. Die Opt-in-Strategie ist smart: Admins können taste, backup-Plan bei Bedarf. Das respektiere ich.

2. Android: eSIM Management & erweiterte AMAPI-Policies

Workspace ONE UEM bietet jetzt fortgeschrittenes eSIM-Management für Android, mit dem IT-Teams die Geräteverbindung optimieren. Administratoren können eSIM-Profile remote bereitstellen, aktivieren, überwachen und entfernen – über die UEM Console oder REST API.

Zusätzlich: Workspace ONE weitet Android AMAPI-Unterstützung mit neuen Policies aus, die granulare Kontrolle über Bildschirmverhalten, Private Space und Google Play Protect bieten.

Praktische Bedeutung: Das ist ein echter Differentiator. eSIM ist nicht sexy, aber für GlobalPlayer mit großen Android-Flotten (Logistics, Telco) = essentiell. Die Private Space Policies sind auch clever – das passt zu Googles Android 15+ Richtung.

3. Apple: Enrollment vereinfacht, Automation kommt

Das Release vereinfacht zwei kritische Apple-Szenarien:

Account-Driven Enrollment (ADE):
Das Release vereinfacht Account-Driven Enrollments erheblich. Früher erforderte die Erstellung einer well-known-Datei manuelle Schritte und externes Hosting. Jetzt aktivieren Admins das Feature, und WS1 generiert die JSON-Datei automatisch via Apple Business Manager.

Mac Hardware Seeding:
Mac-Modell-Hardware-Seeding ist jetzt automatisiert. Mit automatisch erfassten und befüllten Mac-Modelldaten können Admins Smart Groups nutzen – mit Same-Day Support für neue Apple Hardware.

Kritisches Take: Das ist Micro-Automation, aber die Art, die deinen Alltag vereinfacht. Weniger manuelle Datei-Hosting-Fricktion = weniger Fehler = happier Admins. 👍

4. Windows: Das Game-Changer-Release (25+ Features!)

Das ist das Herzstück von 2602. Mit Next-Gen Windows Management in 2602 redefine Omnissa modernes Windows-Management – von Intelligent Hub managed mode über stärkere Desired-State-Controls bis zur verbesserten Enterprise App Repository.

Intelligent Hub Managed Enrollment:
Neue Enrollment-Option namens „Intelligent Hub Managed“ – als Übergangsmechanismus vom alten OMA-DM-Anbieter. Volle Intelligent Hub-Power, aber mit mehr Flexibilität.

Enterprise Application Repository v2 (EARv2):
Ihr könnt jetzt über 8.500 Enterprise-Apps browsen, konfigurieren und an Windows-Geräte pushen – direkt aus WS1 UEM. Noch besser: WS1 kann über 8.500 Apps automatisch patchen. Ihr konfiguriert den Plan einmal – WS1 kümmert sich um den Rest, Apps bleiben aktuell ohne manuelle Intervention.

Unified Application Sampling:
Besseres App-Reporting mit konsistenten Daten. Mit dem neuen Sampling-Framework werden App-Daten einheitlich über Intelligent Hub, UEM und DEX/DEEM erfasst.

Windows Agent Updates Dashboard:
Neues Dashboard für Echtzeit-Sichtbarkeit aller Intelligent Hub & SFD Agentversionen. Zwischen Agenten wechseln, Charts ansehen, zu Device-Listen drilldown – alles from one dashboard.

Intel Chip-to-Cloud Logging:
C2C-Events sind jetzt in dedizierter Log-Datei, ohne unrelated data. AMT-Interface-Aktivierung & Checking verbessert.

Granular App Retention:
Admins steuern jetzt, ob Apps beim Device-Wipe oder App-Unassign entfernt oder behalten werden.

Dropship Provisioning:
Bulk-Import von Geräte-Records – egal ob 1 oder 100 Devices auf einmal.

Meine Analyse: Das ist substantiell. 25+ Windows-Features sind nicht gequetscht, sondern strategisch: DeviceList-Visibility (Admin), App-Automation (Speed), Troubleshooting-Verbesserungen (Ops). EARv2 mit Automatic Patching ist besonders nice – Zero-Touch Patching für 8.500 Apps reduziert MSP-Intervention massiv.

⚠️ Warnung: Windows Server Management ist noch Limited Availability. Wenn ihr auf WS1 für Server-Flotten setzt – noch ein paar Releases warten.


Automation & Workflows: Smarter, nicht komplexer

Mit Phased Deployments könnt ihr Apps schrittweise ausrollen – mit kleiner Gruppe starten, Probleme früh catch, Rest der Fleet schützen. Ziel exakte Assignment Groups in jeder Phase, automatische oder manuelle Phase-Progression, Clear Phase-Level Insights.

Das ist LowCode-Orchestration im Best-Sense: nicht Freestyle, aber simpler als vor 2602.


Handlungsbedarfe & Deprecations: Was ist zu beachten?

⚠️ Console Modernization = Limited Availability

Die neue Admin Console ist noch nicht GA. Testet in Lab/Non-Prod, bevor ihr großflächig rolled. Die Opt-in Strategy ist gut, aber seids vorsichtig mit Critical Workflows.

⚠️ Windows Server = Not Yet Production-Ready

Windows Server Management ist derzeit in Limited Availability mit General Availability demnächst . Wenn ihr Windows Server managed, wartet noch.

⚠️ Apple Migration ohne App Preservation (noch)

WS1 UEM unterstützt derzeit keine App Preservation während Migration. Ihr müsst Apps vorab in WS1 aufsetzen. An diesem Feature wird gearbeitet.

⚠️ Legacy App Catalog Sunset: 30. April 2025

Wechselt zur neuen Enterprise App Repository – Legacy-Path wird deprecated.


Kurzer Vergleich zu Microsoft Intune

Ja, die Frage kommt. Hier meine ehrliche Sicht:

Wo WS1 2602 Intune schlägt:
Cross-Device Management: Windows + Mac + Android + rugged aus einer Konsole. Intune braucht mehr Basteln.
eSIM Management: Noch nicht in Intune, WS1 has it. Nice-Feature, aber strategisch.
ADMX Profiles (kommend): Familiarität für Group Policy Admins.
Enterprise App Repo (8.500+ Apps): Intune’s Win32 App Management ist granular, aber anstrengender.

Wo Intune Punkte macht:
Microsoft Ecosystem Integration: Wenn ihr 100% Microsoft-Stack seid, Intune ist built-in.
Conditional Access: WS1 ist gut, Intune’s AAD-Integration tighter.
Community & Adoption: Intune-Adoption ist bei SMB größer (aktuell).

Fazit: 2602 macht WS1 für gemischte Umgebungen (Apple + Android + Windows + Rugged) attraktiver. Für rein Microsoft-Shops bleibt Intune einfacher. Für Enterprise Complexity: WS1.


Quellen & offizielle Dokumentation

Intune Managed Home Screen: Neue RBAC-Permissions – kleines Feature, große Wirkung

Intune Managed Home Screen: Neue RBAC-Permissions – kleines Feature, große Wirkung

Manchmal sind es die kleinen Änderungen, die im Alltag den größten Unterschied machen. Microsoft hat mit dem Intune Februar-Release (2602) zwei neue RBAC-Permissions für den Managed Home Screen eingeführt:

TemporarilySuspendManagedHomeScreen | RestoreManagedHomeScreen

Klingt erstmal technisch und unspektakulär. Ist es aber nicht. Wer schon mal versucht hat, einen Android-Kiosk in einer Schule oder im Frontline-Worker-Umfeld zu supporten, ohne lokalen Admin-Zugriff aufs Gerät zu haben, wird beim Lesen dieser Zeilen vielleicht kurz aufatmen. Warum? Das erkläre ich hier.

Kurzer Auffrischungskurs: Was ist eigentlich der Managed Home Screen?

Für alle die noch nicht täglich mit Android-Enterprise-Deployments zu tun haben: Der Microsoft Managed Home Screen (kurz MHS) ist eine App aus dem Managed Google Play Store, die Microsoft Intune als Standard-Launcher für Android-Kiosk-Geräte verwendet.

Das bedeutet konkret: Statt dem normalen Android-Homescreen sieht der Nutzer nur das, was der Admin ihm erlaubt. Welche Apps, welche Einstellungen, welche Widgets – alles zentral gesteuert. MHS läuft dabei typischerweise auf:

  • Android Enterprise Dedicated Devices (Corporate-owned, kein User-Account) – klassisch für Kiosk, Shared Devices, Info-Terminals
  • Fully Managed Devices (Corporate-owned, user-affiliated) – z.B. Frontline Worker, Schüler-Tablets, Lagermitarbeiter

Der Vorteil ist klar: Kein Nutzer kommt aus dem Kiosk raus, installiert irgendwas, oder ändert die WLAN-Einstellungen. Das Gerät macht was es soll – und sonst nichts.

ℹ️ MHS in Kürze: Intune-verwalteter Android-Launcher | Kiosk-Modus für Dedicated & Fully Managed Devices | Konfigurierbar via App Configuration Policies oder Device Configuration Profiles | Unterstützt Android Enterprise ab OS 8.0 | Beliebt in Schulen, Logistik, Healthcare und Retail

Das Problem: Kiosk ist super – bis jemand Support braucht

Kiosk-Geräte sind im laufenden Betrieb wunderbar. Aber dann kommt der Moment, wo etwas nicht funktioniert. Eine App hängt sich auf, eine Policy greift nicht, das Gerät braucht ein Update das sich im Lock-Down nicht automatisch installiert. Oder – klassischer Schulkontext – ein Schüler hat irgendwas Kreatives angestellt und das Gerät verhält sich komisch.

Vor den neuen Permissions war die Situation für Help Desk Operators und Schuladmins in solchen Momenten nicht schön. Um aus dem MHS-Kiosk rauszukommen und auf die normale Android-Oberfläche zugreifen zu können, gab es im Wesentlichen drei Wege:

  • Den Kiosk-Exit-PIN verwenden – sofern konfiguriert und dem Supporter bekannt
  • Den Debug-Modus über das 15-malige Zurück-Drücken aktivieren – undurchsichtig, nutzerfeindlich, nicht skalierbar
  • Einen vollwertigen Intune-Admin einschalten – weil nur der die nötigen Berechtigungen hatte

Für große Organisationen mit vielen Geräten und einem gestaffelten Support-Modell (Tier 1 / Tier 2 / Tier 3) ist das ein echtes Problem. Ein Help Desk Operator der in einer Schule 300 iPads und 200 Android-Kiosks supportet, braucht operative Handlungsfähigkeit – ohne dass man ihm gleich globale Admin-Rechte geben will. Genau hier setzen die neuen Permissions an.

Die zwei neuen RBAC-Permissions im Detail

TemporarilySuspendManagedHomeScreen – Kiosk kurz auf Pause

Mit dieser Permission kann ein berechtigter Admin den Managed Home Screen vorübergehend aussetzen. Das Gerät verlässt damit den Kiosk-Modus und gibt temporär Zugriff auf die normale Android-Oberfläche – ohne dass der Kiosk dauerhaft deaktiviert wird oder irgendwas an der Konfiguration geändert werden muss.

Was das in der Praxis bedeutet: Der Help Desk kann aus der Ferne – oder direkt am Gerät via Intune Remote Action – den Kiosk kurz „parken“, das Problem lösen (App-Cache leeren, Update erzwingen, Einstellungen prüfen), und danach den MHS-Kiosk wieder aktivieren. Sauber, kontrolliert, ohne Admin-Eskalation.

💡 Praxisbeispiel Schule: Schüler-Tablet in Klasse 7b verhält sich komisch – App startet nicht, Lehrer ruft Support. Help Desk Operator suspendiert remote den MHS, sieht auf die vollständige Android-Oberfläche, stellt das Problem fest (abgelaufene App-Version), triggert ein Sync, aktiviert MHS wieder. Dauer: 5 Minuten. Ohne diese Permission: IT-Admin-Eskalation, Ticket-Ping-Pong, ggf. Gerät einschicken.

RestoreManagedHomeScreen – zurück in den Kiosk

Das ist die Gegenseite. Nachdem der MHS temporär suspendiert wurde, stellt diese Permission sicher, dass der Help Desk Operator den Kiosk-Modus wieder aktivieren kann – ohne auf einen vollständigen Intune-Admin angewiesen zu sein.

Das ist wichtiger als es klingt. Ein Suspend ohne kontrollierten Restore ist in einer Kiosk-Umgebung ein Sicherheitsrisiko. Ein Gerät das „aus Versehen“ dauerhaft aus dem Kiosk ist, ist im Schulkontext oder im Retail-Einsatz schnell ein Problem. Mit RestoreManagedHomeScreen hat der Help Desk die volle Kontrolle über den gesamten Suspend/Restore-Zyklus.

ℹ️ Wichtig: Die beiden Permissions sind als Paar gedacht. TemporarilySuspend ohne Restore ergibt keinen sicheren Support-Workflow. Microsoft hat sie deshalb auch gemeinsam in die Built-in-Rollen aufgenommen.

Wer bekommt die neuen Permissions – und warum genau diese Rollen?

Microsoft hat die beiden Permissions mit dem Februar-Release (2602) automatisch in zwei bestehende Built-in-Rollen integriert:

RBAC-Rolle Bisherige Kernaufgaben Neu hinzukommend
Help Desk Operator Remote-Tasks (Wipe, Lock, Retire), App/Policy-Zuweisung, User-Support TemporarilySuspend + RestoreManagedHomeScreen
School Administrator Apps & Settings für Gruppen, Remote-Lock/Restart/Retire, Intune for Education TemporarilySuspend + RestoreManagedHomeScreen

Die Wahl dieser beiden Rollen ist nicht zufällig. Der Help Desk Operator ist die typische Tier-1-bis-Tier-2-Support-Rolle in Unternehmen mit MHS-Deployments – Retail, Logistik, Healthcare, Frontline Worker. Und der School Administrator ist die dedizierte Rolle für Intune for Education-Umgebungen, wo Kiosk-Tablets und Shared Devices allgegenwärtig sind.

Beide Rollen haben gemeinsam, dass sie operativ nah an den Geräten dran sind – aber eben nicht die volle Intune-Admin-Power haben sollen. Genau deshalb macht es Sinn, ihnen die MHS-Suspend/Restore-Kontrolle zu geben: genug Handlungsspielraum für den Daily Support, ohne sicherheitskritische Berechtigungen wie Policy-Erstellung oder Enrollment-Management zu öffnen.

Kurzer RBAC-Exkurs: Warum das Prinzip so wichtig ist

Role-Based Access Control (RBAC) ist in Intune das zentrale Berechtigungsmodell. Statt jedem Admin die gleichen Rechte zu geben, definiert man Rollen mit klar begrenzten Berechtigungen – und weist diese Rollen dann an spezifische Personen oder Gruppen zu. Das Prinzip dahinter: Least Privilege – jeder bekommt genau die Rechte, die er für seine Aufgabe braucht. Nicht mehr, nicht weniger.

Microsoft empfiehlt ausdrücklich, für den täglichen Betrieb auf Built-in-Rollen zu setzen und Microsoft Entra ID-Rollen (die oft zu viel Zugriff haben) nicht als Standard-Admin-Rollen zu verwenden. Die neuen MHS-Permissions sind ein gutes Beispiel für diese Philosophie in der Praxis: Eine Aufgabe (Kiosk suspendieren) bekommt eine dedizierte Permission, die gezielt an die richtigen Rollen vergeben werden kann.

RBAC-Konzept Bedeutung für MHS-Deployments
Least Privilege Help Desk kann Kiosk managen ohne globale Admin-Rechte
Built-in Roles School Admin + Help Desk Operator bekommen die Permissions automatisch
Custom Roles Granulare Vergabe möglich: z.B. nur RestoreManagedHomeScreen ohne Suspend
Scope Tags Permissions können auf bestimmte Gerätegruppen oder Standorte begrenzt werden

Für Organisationen die Custom RBAC-Rollen nutzen: Die neuen Permissions können auch gezielt einzeln vergeben werden. Wer zum Beispiel einen noch engeren Tier-1-Support nur mit Restore-Recht ausstatten will (um zu verhindern dass jemand den Kiosk unberechtigt suspendiert), kann das über eine Custom Role abbilden.

Wie funktioniert das technisch – was passiert beim Suspend?

Wenn TemporarilySuspendManagedHomeScreen ausgelöst wird, passiert folgendes auf dem Gerät:

  • Der Managed Home Screen-Launcher gibt die Steuerung temporär ab
  • Das Android-System zeigt wieder den Standard-Launcher (oder einen anderen konfigurierten Launcher)
  • Der Nutzer/Admin hat Zugriff auf die vollständige Android-Oberfläche, System-Settings und alle installierten Apps
  • Die MHS-Konfiguration, Policies und App-Zuweisungen bleiben dabei vollständig erhalten – es wird nichts gelöscht oder geändert
  • Per RestoreManagedHomeScreen wird MHS wieder als aktiver Launcher gesetzt – der Kiosk-Modus ist sofort wiederhergestellt

Das ist der entscheidende Unterschied zur bisherigen „Exit Kiosk Mode“-Funktionalität über das Debug-Menü: Die neuen Permissions erlauben eine saubere, remote-auslösbare, auditierbare Aktion – keine Workarounds, kein manuelles Rumdrücken am Gerät, keine PIN-Weitergabe.

⚠️ Zu beachten: Die Suspend-Aktion gibt dem Nutzer temporär Vollzugriff auf das Android-System. In sensiblen Umgebungen (z.B. Healthcare, KRITIS) sollte der Suspend-Workflow dokumentiert und per Scope Tags auf berechtigte Admins begrenzt sein. Ein unbeaufsichtigtes Gerät im Suspend-Zustand ist de facto aus dem Kiosk – das sollte nicht dauerhafter Zustand sein.

Die konkreten Vorteile für den Admin-Alltag

1. Eskalationen werden seltener

Der häufigste Support-Aufwand bei MHS-Deployments ist die Kiosk-Intervention: Gerät hängt, App macht nicht mit, Update ist blockiert. Bisher musste in vielen Szenarien ein Intune-Admin eingreifen. Mit den neuen Permissions kann der Help Desk das selbst lösen – weniger Tickets, kürzere Lösungszeiten, weniger frustrierte Lehrer oder Schichtleiter.

2. Kein PIN-Sharing mehr

Die bisherige „Exit Kiosk“-Methode via Kiosk-PIN war ein Sicherheitsproblem in der Praxis: Entweder kannte der Help Desk den PIN nicht, oder er wurde geteilt und damit zum Sicherheitsrisiko. Mit den RBAC-Permissions ist das obsolet. Kein Pin-Sharing, kein Post-it an der Unterseite des Tablets. Die Aktion ist an die Rolle gebunden, nicht an ein Shared Secret.

3. Vollständige Auditierbarkeit

RBAC-Aktionen in Intune werden geloggt. Wer den MHS suspendiert hat, wann, auf welchem Gerät – das ist alles in den Intune-Audit-Logs nachvollziehbar. Für Compliance-Reports, ISO-Zertifizierungen oder einfach nur für den internen Überblick ist das ein echter Mehrwert gegenüber dem bisherigen PIN-basierten Zugang.

4. Kein Sicherheits-Downgrade nötig

Bisher war die pragmatische Lösung in manchen Organisationen: Help-Desk-Mitarbeitern mehr Intune-Rechte geben als eigentlich nötig, damit sie Kiosk-Probleme lösen können. Das ist klassisches Permission Creep – und ein Risiko. Die neuen granularen Permissions erlauben es, genau das zu vermeiden: Der Help Desk Operator bekommt MHS-Suspend-Rechte, aber eben keine Policy-Erstellungs- oder Enrollment-Rechte.

5. Perfekt für Schul- und Frontline-Umgebungen

Genau die Szenarien wo MHS am meisten eingesetzt wird – Schulen, Retail, Logistik, Healthcare – sind auch die Szenarien mit dem höchsten Support-Aufkommen und dem geringsten Admin-Personal vor Ort. Ein Schulleiter oder Schichtverantwortlicher mit Help-Desk-Operator-Rolle kann jetzt selbst eingreifen, ohne auf den zentralen IT-Admin warten zu müssen. Das ist in der Praxis ein erheblicher Effizienzgewinn.

Was müssen Admins jetzt tun?

Microsoft hat das klar kommuniziert: Es ist keine Admin-Aktion erforderlich. Die Permissions werden automatisch den Built-in-Rollen hinzugefügt. Aber „kein Handlungsbedarf“ heißt nicht „kein Nachdenken erforderlich“. Hier die Empfehlungen:

  • Rolle-Assignments reviewen: Wer hat bei euch die School Administrator- oder Help Desk Operator-Rolle zugewiesen bekommen? Diese Personen bekommen die neuen Permissions automatisch. Ist das in allen Fällen gewollt?
  • Dokumentation aktualisieren: Wenn ihr interne IT-Handbücher, Schulungsunterlagen oder SOPs für den Kiosk-Support habt, müssen diese aktualisiert werden. Der neue Workflow via Suspend/Restore sollte dokumentiert und kommuniziert sein.
  • Custom Roles prüfen: Wer Custom RBAC-Rollen nutzt, kann die neuen Permissions manuell hinzufügen – oder bewusst weglassen, wenn der engste Least-Privilege-Ansatz gewünscht ist.
  • Scope Tags einsetzen: Besonders in großen Organisationen mit verteilten Standorten: Scope Tags sicherstellen, dass Help Desk Operators nur die Geräte suspendieren können, für die sie auch zuständig sind.
  • Auslöser in Intune kennenlernen: Die Aktion wird in der Intune Admin Console als Remote Action auf dem Gerät auslösbar sein – ähnlich wie Remote Lock oder Sync. Den genauen Workflow für das eigene Team einmal durchspielen bevor es der erste echte Support-Fall erfordert.

Fazit: Klein, aber fein – und überfällig

TemporarilySuspendManagedHomeScreen und RestoreManagedHomeScreen sind keine Features die auf Konferenzen mit großem Tamtam vorgestellt werden. Aber für jeden der täglich MHS-Deployments in Schulen, im Frontline-Worker-Umfeld oder im Kiosk-Betrieb supporten muss, sind sie ein echter Lebensverbesserer.

Das Prinzip dahinter ist einfach und richtig: Wer Support machen darf, soll auch die Werkzeuge haben, um guten Support machen zu können – ohne dafür einen sicherheitskritischen Permission-Overhead zu bekommen. Granulares RBAC ist genau dafür gemacht. Und Microsoft setzt das hier konsequent um.

Wer schon MHS im Einsatz hat: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Role Assignments zu reviewen und den Suspend/Restore-Workflow in den internen Support-Prozess aufzunehmen. Und wer noch überlegt, MHS für ein Kiosk-Deployment einzusetzen: Diese Verbesserung macht es noch attraktiver – gerade wenn kein dediziertes Vor-Ort-Admin-Team zur Verfügung steht.

💡 Mein Fazit: Kleine Permissions, große Wirkung. Wer 100+ Kiosk-Geräte ohne dediziertes Admin-Team vor Ort supportet, wird diese Änderung lieben. Der Help Desk kann jetzt genau das tun, wofür er da ist – Probleme lösen – ohne bei jedem Kiosk-Issue einen Global Admin klingeln zu müssen.

🔗 Quellen & weiterführende Links:

• M365 Admin – Originalmeldung MC1213781: m365admin.handsontek.net

• Microsoft Learn – Configure Managed Home Screen App: learn.microsoft.com/intune/apps/app-configuration-managed-home-screen-app

• Microsoft Learn – RBAC with Microsoft Intune: learn.microsoft.com/intune/fundamentals/role-based-access-control

• Microsoft Tech Community – MHS Setup Guide (Kiosk Mode): techcommunity.microsoft.com

• Systunation – The Incredible Managed Home Screen: systunation.com/the-incredible-managed-home-screen-mhs-of-intune