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Intelligent Hub Registrierungsfehler nach Backup-Restore: Warum die iOS Keychain dein Enrollment killt

Intelligent Hub Registrierungsfehler nach Backup-Restore: Warum die iOS Keychain dein Enrollment killt

Das Fehlerbild

Folgendes Szenario landete diese Woche auf meinem Tisch: Ein iPhone (nicht supervised, Hub-basiertes Enrollment) wird registriert. Schritt 1 und 2 im Hub laufen sauber durch, das MDM-Profil ist installiert – und dann knallt es:

Fehler

Die Registrierung konnte nicht abgeschlossen werden.

Bitte registrieren Sie das Gerät erneut oder wenden Sie sich an Ihren Administrator.

Das Kuriose daran: Aus Sicht der UEM-Konsole ist alles in Ordnung. Das Gerät ist enrolled, Profile werden gepusht und installiert, Compliance läuft, der Benutzer ist in allen Gruppen korrekt zugeordnet. Nur der Intelligent Hub selbst kommt nicht über seine Registrierung hinaus. Und um es noch besser zu machen: Das andere iPhone desselben Benutzers funktioniert ohne Probleme.

Wichtig für das Verständnis: MDM-Enrollment und Hub-Registrierung sind zwei getrennte Vorgänge. Apples mdmclient redet mit den Device Services und installiert das Profil – das lief hier fehlerfrei. Danach macht die Hub-App ihren eigenen Handshake (Token-Austausch plus Hub Services Check-in), um sich mit dem Device Record zu pairen. Und genau der scheiterte.

Was nicht geholfen hat

Die üblichen Verdächtigen wurden der Reihe nach abgearbeitet – ohne Erfolg:

Maßnahme Ergebnis
Device Record auf Duplikate geprüft (Suche per Seriennummer/UDID) Kein doppelter oder veralteter Eintrag vorhanden
Geräte → Lebenszyklus → Registrierungsstatus geprüft Kein verwaister Eintrag, alles sauber
Hub-App gelöscht, Gerät neu gestartet, Hub neu installiert Identischer Fehler beim nächsten Versuch
Enrollment komplett neu (Profil entfernt, Record gelöscht, Re-Enrollment) MDM läuft, Hub-Registrierung scheitert erneut
Benutzer, Gruppen, Enrollment Restrictions geprüft Alles korrekt – zweites Gerät des Users funktioniert

Wenn Konsole, Benutzer und Netzwerk sauber sind und selbst ein komplettes Re-Enrollment nichts ändert, bleibt nur noch eine Erkenntnis: Das Problem liegt auf dem Gerät selbst – und zwar an einer Stelle, die weder App-Neuinstallation noch Re-Enrollment anfasst.

Die Ursache: Die Keychain aus dem Backup

Der entscheidende Hinweis kam aus der Vorgeschichte des Geräts: Es wurde bei der Einrichtung aus einem verschlüsselten iTunes-Backup wiederhergestellt. Und damit war der Fall klar.

Verschlüsselte lokale Backups sichern die komplette Keychain

Verschlüsselte iTunes-/Finder-Backups sichern die iOS Keychain vollständig mit – inklusive der Keychain-Einträge von Third-Party-Apps. Der Intelligent Hub legt genau dort seine Enrollment-Identität ab: das Authentifizierungs-Token, mit dem er sich gegenüber den Device Services als „dieses eine, bereits registrierte Gerät“ ausweist.

Beim Restore kommt diese Identität eins zu eins zurück auf das Gerät. Das Problem: Sie gehört zu einem Enrollment, das serverseitig längst nicht mehr existiert – in unserem Fall war das alte Enrollment vor dem Restore per Enterprise Wipe aus dem MDM entfernt worden. Der Hub präsentiert dem Server also bei jeder Registrierung ein Token, zu dem es keinen Datensatz mehr gibt. Der Server lehnt ab, der Hub wirft die generische Fehlermeldung.

Warum Hub löschen und neu installieren nichts bringt

Hier kommt die zweite iOS-Eigenheit ins Spiel, über die man erst stolpern muss: iOS löscht die Keychain-Einträge einer App bei deren Deinstallation nicht. Der frisch aus dem App Store installierte Hub findet beim ersten Start die alte Identität in der Keychain, verwendet sie – und scheitert exakt gleich. Man kann die App so oft neu installieren, wie man will.

Warum das MDM trotzdem funktioniert

Konfigurationsprofile und der MDM-Verwaltungsstatus sind grundsätzlich nicht Teil von iOS-Backups. Das frische MDM-Enrollment, das nach dem Restore durchgeführt wurde, ist also vollkommen intakt – Apples mdmclient weiß nichts von der Keychain-Leiche und arbeitet brav seine Commands ab. Deshalb das paradoxe Bild: Gerät voll gemanagt, Hub tot.

Info

Diagnose-Tipp: Wenn der Hub nicht bis zum Login kommt, gibt es auch keinen Diagnosebericht aus der App heraus. Alternative: iPhone per USB an einen Mac, Console.app öffnen, Gerät auswählen und den Live-Stream beim Reproduzieren des Fehlers mitschneiden. Filter auf den Hub-Prozess bzw. Suchbegriffe wie „AirWatch“, „awmdm“ oder „deviceservices“. Ein 401/403 beim Registration-Call gegen die Device Services ist die Bestätigung für ein verwaistes Token.

iTunes-Backup vs. iCloud-Backup: Der feine Unterschied

An dieser Stelle lohnt ein Blick in die Apple Platform Security Dokumentation, denn die beiden Backup-Verfahren behandeln die Keychain fundamental unterschiedlich – und genau dieser Unterschied entscheidet darüber, ob euch das Problem beim nächsten Gerätetausch wieder einholt:

Eigenschaft Verschlüsseltes lokales Backup iCloud-Backup
Keychain wird gesichert Ja, vollständig Ja, vollständig
Schutz der Keychain Backup-Passwort (PBKDF2) Gerätespezifischer Hardware-Key (Secure Enclave UID)
Restore auf anderes Gerät Keychain wandert mit (außer ThisDeviceOnly-Items) Keychain wird verworfen – Rest kommt an
Restore auf dasselbe Gerät Keychain kommt zurück Keychain kommt zurück
Risiko im MDM-Kontext Hub-Identität wandert beim Gerätetausch mit Beim Gerätetausch sauber, beim Same-Device-Restore nicht

Kurz gesagt: Das iCloud-Backup verschlüsselt die Keychain mit einem Schlüssel, der aus der Secure Enclave des Geräts abgeleitet wird. Diese Keychain lässt sich damit ausschließlich auf exakt dieselbe Hardware zurückspielen. Beim Gerätetausch bleibt die Hub-Identität des Altgeräts also automatisch auf der Strecke – genau das, was wir im MDM-Umfeld wollen. Das verschlüsselte lokale Backup dagegen schützt die Keychain nur mit dem Backup-Passwort und transportiert sie damit fröhlich auf jede beliebige neue Hardware.

Achtung

Der iCloud-Vorteil greift nur beim Wechsel auf ein anderes Gerät! Wird ein Backup – egal ob lokal oder iCloud – auf dasselbe Gerät zurückgespielt, kommt die Keychain in beiden Fällen zurück. Für ein Re-Enrollment desselben Geräts ist daher grundsätzlich keine Backup-Wiederherstellung geeignet. Und: Auch die Quick-Start-Direktübertragung von Gerät zu Gerät migriert die Keychain – die ist im MDM-Kontext genauso tabu wie das verschlüsselte lokale Backup.

Die Lösung für das betroffene Gerät

Die restaurierte Keychain lässt sich auf dem Gerät nicht selektiv bereinigen – ohne Jailbreak kommt man an die Einträge einer fremden App schlicht nicht ran. Es hilft also nur der harte Schnitt:

  1. MDM-Profil auf dem Gerät entfernen und Device Record in der Konsole löschen (inklusive Check unter Geräte → Lebenszyklus → Registrierungsstatus).
  2. Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen und als neues iPhone einrichten – ohne Backup-Wiederherstellung.
  3. Enrollment über den Intelligent Hub durchführen und die Registrierung vollständig abschließen, bevor irgendetwas anderes am Gerät passiert.
  4. Persönliche Daten anschließend über die iCloud-Synchronisierungsdienste zurückholen: Fotos, Kontakte, Kalender, Mail und Passwörter via iCloud-Schlüsselbund. Diese Dienste synchronisieren Inhalte, ohne die lokale Keychain des Geräts zu überschreiben.

Ja, ein Factory Reset ist genau das, was man bei einem fertig eingerichteten Endanwender-Gerät vermeiden will. Aber die Kombination aus restaurierter Keychain und gewiptem Device Record ist device-seitig anders schlicht nicht zu reparieren – da hilft auch keine noch so kreative Reihenfolge aus Löschen, Neustarten und Neu-Enrollen.

Der richtige Workflow für die Zukunft

Damit euch das Thema nicht beim nächsten Gerätetausch wieder auf die Füße fällt, hier die Empfehlung für die beiden relevanten Szenarien:

Szenario Empfohlen Vermeiden
Gerätetausch (neue Hardware) Neugerät als neues Gerät einrichten, MDM-Enrollment durchführen, persönliche Daten via iCloud-Dienste synchronisieren. Alternativ: Restore aus iCloud-Backup. Verschlüsseltes lokales Backup (iTunes/Finder/Apple Devices App), Quick-Start-Direktübertragung
Re-Enrollment desselben Geräts (z. B. Benutzerwechsel, Austritt) Factory Reset und Einrichtung als neues Gerät. Immer. Jede Form von Backup-Restore – auch iCloud, da auf identischer Hardware die alte Keychain zurückkehrt
Generell Enrollment immer auf frisch eingerichtetem Gerät, Hub-Registrierung komplett abschließen, bevor weitere Schritte folgen Backup-Restore nach oder während des Enrollments
Tipp

Firmen-Apps und -Konfigurationen müssen ohnehin nicht aus einem Backup kommen – die pusht euer MDM nach dem Enrollment automatisch aufs Gerät. Wer die persönlichen Daten der Anwender konsequent über iCloud-Dienste synchronisiert statt über Backups transportiert, hat beim Gerätetausch den saubersten und nebenbei auch den schnellsten Prozess.

Fazit

Ein Fehlerbild, das auf den ersten Blick nach Konsolen- oder Netzwerkproblem aussieht, entpuppt sich als Apple-Security-Feature mit Nebenwirkungen: Die Keychain überlebt App-Deinstallationen und reist in verschlüsselten lokalen Backups mit – inklusive der Enrollment-Identität des Intelligent Hub. Wer das Verhalten der beiden Backup-Verfahren kennt, erspart sich stundenlanges Troubleshooting an Stellen, an denen das Problem gar nicht liegt. Und wer seinen Gerätetausch-Workflow einmal sauber definiert, sieht diesen Fehler nie wieder.

 

Intune 2605: Multiple Accounts, Apple Intelligence & MHS

Intune Release 2605: Multiple Accounts, Apple Intelligence Umbruch & MHS-Power-Up

Die Juni-Release 2605 fällt mir sofort durch zwei Dinge auf: Da kommt endlich Multi-Account-Support für Teams (nur iOS/iPadOS – Android schaut in die Röhre), und Apple dreht bei Intelligence-Einstellungen ordentlich am Rad. Wer noch alte MDM-Restrictions für Apple Intelligence setzt, muss sich umorientieren. Dazu neue MHS-Features, die Kiosk-Szenarien smarter machen. Lass uns durchgehen, was sich ändert.

Quick-Überblick: Was ändert sich?

Feature Plattform Kategorie Priorität
Multiple Managed Accounts iOS/iPadOS (Teams) App Management 🟡 Mittel
Custom Top Bar (MHS) Android Enterprise Device Config 🟡 Mittel
MHS Lock Task Password Migration Android Enterprise Breaking Change 🔴 Hoch
Block Bluetooth Sharing Android Enterprise Device Config 🟢 Niedrig
Apple Intelligence Settings Deprecation iOS/iPadOS, macOS Breaking Change 🔴 Hoch
App Silencing (MHS) Android Enterprise Device Config 🟡 Mittel
Microsoft Edge NTP Feed Settings Windows Device Config 🟢 Niedrig

Die Highlights im Detail

Multiple Managed Accounts für Microsoft Teams (iOS/iPadOS)

Das ist endlich praktisch: Nutzer können jetzt mehr als ein verwaltetes Konto in derselben App (konkret: Teams) hinzufügen und managen. Jedes Konto bekommt eigene App Protection Policies – perfekt für:

  • Berater & Consultants mit Kundenzugängen
  • M&A-Teams mit mehreren Tenant-Zugehörigkeiten
  • Multi-Mailbox-Szenarien (Compliance, HR, etc.)

Aktuell nur Teams v8.10.0+ auf iOS/iPadOS. Android und weitere Apps folgen später – das ist ein klassisches „Coming Soon“. Rollout erfolgt graduell, also nicht bei allen Tenants sofort verfügbar.

 

Custom Top Bar Text in Managed Home Screen

Die MHS bekommt mehr Flexibilität: Statt nur Serial Number, Device Name und Tenant Name kannst du jetzt Custom Text (bis 63 Zeichen) setzen. Bonus: Dynamic Variables werden unterstützt:

  • {{SerialNumber}}
  • {{DeviceName}}
  • {{TenantName}}

Praktische Anwendungen:
– Checkout-Kioske: "Register 03 - {{DeviceName}}"
– Departmental Tagging: "Warehouse - {{SerialNumber}}"
– Konferenzraum-Kioske: "Meeting Room 4B"

Applies to: Android Enterprise COSU (Dedicated) & COBO (Fully Managed)

🔴 BREAKING CHANGE: MHS Lock Task Mode Password migriert

Achtung – das ist eine echte Breaking Change:

Früher konntest du das **Lock Task Mode Password** für MHS über **App Configuration Policy** setzen. Das funktioniert jetzt **nicht mehr**. Du musst auf **Device Configuration Profile** wechseln

Docs: Configure the Microsoft Managed Home Screen app for Android Enterprise (Microsoft Learn)

Block Bluetooth Sharing – Neue Android Settings Catalog Policy

Settings Catalog bekam ein neues Boolean-Setting: Block Bluetooth Sharing

  • True: Device blockiert Bluetooth-Sharing
  • False: Keine Änderung (OS-Default bleibt)

OS-Defaults aktuell:
– COBO & COSU: Bluetooth Sharing erlaubt
– COPE: Bluetooth Sharing blockiert

Nutzen: Falls du eine konsistente Sharing-Policy across all AOSP-Devices brauchst.

Applies to: COPE, COBO, COSU

🔴 BREAKING CHANGE: Apple Intelligence Settings werden deprecated

Das ist der große Umbruch: Apple hat in iOS/iPadOS 26.4 viele Intelligence-Settings aus dem MDM Restrictions Payload entfernt. Microsoft folgt jetzt nach und depreciert diese Settings in Intune:

Betroffene Settings in Settings Catalog (Restrictions):
Allow Apple Intelligence Report
Allow Assistant (und alle Varianten)
Allow Auto Correction
Allow Continuous Path Keyboard
Allow Definition Lookup
Allow Dictation
Allow External Intelligence Workspace IDs / Integrations
Allow Genmoji
Allow Image Playground / Image Wand
Allow Mail Smart Replies / Mail Summary
Allow Notes Transcription / Summary
Allow Predictive Keyboard
Allow Safari Summary
Allow Spell Check
Allow Visual Intelligence Summary
Allow Writing Tools
– Alle Force Varianten

Betroffene Settings in Device Restrictions Template:
– Built-in apps: Siri (alle Varianten), User-Generated Content
– Keyboard & Dictionary: Word Definition, Predictive Keyboards, Auto-Correction, Spell Check, Keyboard Shortcuts, Dictation

Die neue Lösung: DDM Configurations (ab März 2026 released)

Applies to: iOS/iPadOS, macOS

App Silencing in Managed Home Screen (MHS)

Neue Security-Feature für Kiosk-Umgebungen: Wenn MHS den User zur Authentication auffordert (Sign-in, Session PIN), können Apps jetzt silenced werden. Das heißt:

  • Keine Activity Starts
  • Keine Notifications
  • Nicht in Recent Apps sichtbar
  • Keine Toasts, Dialogs oder Device Ringing

Mit Allowlist: Kritische Apps (z.B. Phone/Calls) können du in der Allowlist behalten, damit Telefonate nicht unterbrochen werden.

Szenario: Checkout-Geräte in Supermärkten – während der PIN-Authentifizierung kann Werbung/Notifications nicht ablenken. Nach Unlock: Normal.

Applies to: Android Enterprise (alle Varianten)

Microsoft Edge 148 Settings im Windows Settings Catalog

Zwei neue NTP (New Tab Page) Policies für Edge 148:

1. ConfigureNTPFeedTabVisibility
EnableBothWorkDiscover (Default): Beide Tabs sichtbar
EnableOnlyWork: Nur Work Feed
EnableOnlyDiscover: Nur Discover Feed

2. Default NTP Feed Tab
Work (Default)
Discover

Nutzen: Für Enterprises, die ihren Mitarbeitern nur unternehmensrelevante Inhalte auf der Edge New Tab Page zeigen wollen.

Applies to: Windows 10 and later


Handlungsbedarfe

🔴 KRITISCH – Apple Intelligence Migration (iOS/iPadOS, macOS)

  • Timeline: Beginn jetzt, Abschluss bis Ende Q3 2026
  • Action: Migrate alte Intelligence-Restrictions zu DDM Configs
  • Fallback: Alte Policies funktionieren noch, aber sind deprecated
  • Docs: Apple DDM Framework (Microsoft Learn)

🔴 WICHTIG – MHS Lock Task Password (Android Enterprise)

  • Timeline: Nächste Wartungsfenster
  • Action: App Config Policies → Device Configuration Profiles
  • Überwachung: Legacy Policies weiterhin testen, parallele Migration empfohlen
  • Docs: Configure Microsoft Managed Home Screen

🟡 MITTELHOCH – Multiple Managed Accounts (iOS/iPadOS)

  • Timeline: Jetzt QA-testen, später rollout
  • Action: Teams v8.10.0+ in Pilot-Group testen
  • Testing: Wie funktionieren Custom App Protection Policies mit Multi-Account?
  • Scope: Android-Support kommt später – nicht sofort erwarten

🟡 OPTIONAL – Custom MHS Top Bar & App Silencing

  • Timeline: Nächster Kiosk-Deployment
  • Action: ROI-Check für deine Kiosk-Szenarien
  • Use Cases: Checkout, Konferenzraum-Displays, Public Kioske

Fazit

Release 2605 ist ein Mixed Bag:

Das Gute:
– Multiple Managed Accounts endlich für Teams = echte Productivity-Gewinne
– MHS-Features (Custom Top Bar, App Silencing) machen Kiosk-Deployment smarter
– Edge & Bluetooth Settings geben mehr Granularität

⚠️ Das Kritische:
Apple Intelligence Deprecation ist ein echtes Project – du musst zu DDM migrieren
MHS Lock Task Password erfordert Policy-Rewrite – das ist Arbeit
Gradueller Rollout bedeutet: Nicht alle Features sind sofort da


Quellen

Intune Release 2604 – Die wichtigsten Neuerungen (KW 27.04.2026)

Intune Release 2604 – Die wichtigsten Neuerungen (KW 27.04.2026)

🤔 Was mir an dieser Release auffällt

Ehrlich gesagt, die 2604er Release ist bemerkenswert solide. Keine großen Breaking Changes, aber dafür drei sehr sinnvolle Punkte, die ich täglich in Kundenprojekten höre:

  1. EPM endlich für alle User – bisher war das ein nerving restrictions für Shared Devices (Kiosk, Hotspot-Devices)
  2. Android 14: Credential Manager-Kontrolle – das schreit geradezu nach Zero-Trust-Architektur
  3. Vision Pro & Apple TV management – ok, nichts für den Massenmarkt, aber für Specialized Use Cases ein Game-Changer

Lass mich die Details durchkauen.


📊 Feature-Übersicht: Was sich ändert

Feature Plattform Kategorie Wichtigkeit
EPM: Support-approved Elevation für alle User Windows Security/Privilege Mgmt 🔴 High
Android 14: Credential Manager Permissions Android Enterprise Device Config 🔴 High
Location Services Settings Katalog (neu) Android Enterprise Device Config 🟡 Medium
Apple Access Management (ABM/ASM) iOS/macOS Enrollment/Access 🟡 Medium
visionOS & tvOS ADE Support visionOS/tvOS Enrollment 🟡 Medium
Ubuntu 26.04 LTS Support Linux Device Management 🟡 Medium
Neue Device Page (Public Preview) All UI/UX 🟢 Low (UX)
EPM: Suspend/Restore für Managed Hosting Windows Device Management 🟡 Medium

🔧 Die wichtigsten Features im Detail

1️⃣ Endpoint Privilege Management (EPM): Support-Approved Elevations für ALLE User

Vorher:
– Support-approved file elevation requests funktionieren nur für:
– Den Primary User des Devices
– Den User, der das Device enrolled hat
– Auf Shared Devices (Hotspot, Kiosk, Hoteling): komplettes Blockkade

Nachher (2604):
Alle User auf einem Device können Support-Approved Elevation Requests stellen
– Der Support-Admin muss nicht mehr jonglieren, welcher User gerade logged ist

Szenarios wo das hilft:
– Shared Hotspot-Geräte in Logistik-Hubs
– Kiosk-Modus für Retail/Hospitality
– Hot-Desking in großen Büros

Was ich dir empfehle:

Intune Admin Center → Endpoint Privilege Management →
Policies → [Deine Policy] → Elevation Settings prüfen

Vorsicht: Das ist ein Feature von Intune Suite – nicht im Standard-Intune Plan 1 enthalten. Kosten-Impact checken!


2️⃣ Android 14+: Credential Manager Permissions – Das Security-Highlight

Das Problem:
– Android 14 blockt standardmäßig Third-Party Credential Provider auf Corporate Devices
– Passkey-Adoption scheitert, weil kein Custom Password Manager nutzbar ist
– Microsoft Authenticator kann nicht als Default-Provider fungieren

Die Lösung (2604):
Neue Config im Intune Admin Center:

Apps → Android → Configuration → Managed Devices
→ Android Enterprise → Credential Manager Permissions

Was du hier steuern kannst:
✅ Spezifische Apps als System-Credential-Provider zulassen
✅ Passkey-basierte Sign-in aktivieren
✅ Nur vertraute Credential Sources erlauben
❌ Google Password Manager bleibt blockiert (Known Limitation!)

Unterstützte Device Types:
– Android COBO (Fully Managed)
– Android COSU (Dedicated)
– Android COPE (Corporate-Owned Work Profile)
– Android BYOD mit Work Profile (AM API)

Meine Einschätzung:
Das ist Zero-Trust für Android. Du kannst jetzt explizit definieren: „Nur Microsoft Authenticator + 1Password dürfen Passkeys speichern.“ Game-changer für Finance/Legal-Geräte.

⚠️ Warnung: Google Password Manager funktioniert nicht – musst du in deinen Rollout-Docs erwähnen!


3️⃣ Android Enterprise: Location Settings – Mehr Granularität

Neu (war vorher Binary-Block):
Drei Optionen statt Ja/Nein:

Option Verhalten Use Case
Device default OS-Standard, User kann togglen Flexible Policies
Location enabled Erzwungen an, User kann nicht aus Fleet Tracking, Delivery
Location disabled Erzwungen aus, User kann nicht an High-Security Devices

Gilt für:
– Android 10 und älter (COPE, COBO, COSU)

Warum sag ich dir das?
Der alte „Block location“ Setting war ein Sledgehammer. Jetzt kannst du differenzieren: Fleet-Devices tracken, Admin-Devices privat halten.


4️⃣ Apple Access Management (neu) – For ABM/ASM Admins

Was ist neu:
– Direkt in Apple Business Manager / Apple School Manager konfigurierbar
– Du steuert jetzt aus ABM, welche Devices ein User nutzen darf
Welche Apps & Services verfügbar sind (z.B. App Store blockieren?)

Gilt für:
– iOS/iPadOS
– macOS

Impact für Intune Admins:
Das ist eher ein Apple-seitiges Feature. Aber wenn dein ABM Admin das nutzt, synchronisiert es mit Intune. Wichtig: In deine ABM-Onboarding-Docs aufnehmen!


5️⃣ 🎯 visionOS & tvOS ADE Support – The Future is Here

Brechen wir’s runter:

Zum ersten Mal unterstützt Intune:
Apple Vision Pro Management
Apple TV Management
Ohne User Affinity (userless ADE)

Technische Details:
– Über Apple Business Manager / Apple School Manager
– Intune Plan 2 erforderlich (Teil Microsoft 365 Suite)
– Voraussetzung: tvOS 26+ oder visionOS 26+
– Custom Configuration Uploads möglich
– Enrollment Restrictions & Device Actions funktionieren

Wo erscheinen diese Devices?

Intune Admin Center → Devices → All Devices →
Apple Mobile Devices (Filter: tvOS/visionOS)

Szenarios:
– 🏥 Krankenhaus: Vision Pro für Chirurgie-Planung + MDM-Lockdown
– 🏬 Retail: Apple TV in Stores mit gepinnten Apps
– 🎓 Education: VisionOS für AR-Learning, zentral verwaltet

⚠️ WICHTIG: Keep devices updated! tvOS/visionOS 26+ = Sicherheit. Das ist kein „kann“, das ist Pflicht für deine Governance.


6️⃣ Linux: Ubuntu 26.04 LTS Support + 22.04 EOL-Warnung

Timeline:

Version Status Maßnahme
Ubuntu 22.04 LTS EOL August 2026 ⚠️ Migration planen
Ubuntu 26.04 LTS Neu supported Rollout ready

Praktisch:
Devices auf 22.04 können enrolled bleiben, aber:
1. Du solltest Upgrade-Kampagne starten
2. Im Intune Admin Center kannst du identifizieren:

Devices → All Devices → Filter: Linux → Add Column: OS Version


7️⃣ New Device Page (Public Preview) – UI/UX Facelift

Das ist in Preview – noch nicht produktiv!

Enable:

Intune Admin Center → Devices → All Devices → Toggle: „Preview new device view“

Was ändert sich:
Single unified view für Device-Info statt 5 verschiedene Tabs
– Neue Struktur:
Device action status – Was läuft gerade?
Tools and reports – Compliance, Config Status, Remediations
Properties – Editable Device Infos
Device details – Hardware & Entra-Infos

Wichtig:
– Nur bei Devices → All Devices aktiv
– Wenn du ein Device aus Report-View öffnest → alte UI
Keine Funktionalitäts-Changes, rein UI

Meine Einschätzung:
Langfristig überraschend gut durchdacht. Aber warte bis GA, bevor du es im Training zeigst.


⚠️ HANDLUNGSBEDARF: Breaking Changes & Deprecations

🔴 CRITICAL: Google Password Manager blocked auf Android Work Profile

Was passiert:

Android COPE / BYOD Work Profile + Android 14
→ Google Password Manager funktioniert NICHT als Credential Provider

Dein Handeln:
1. Audit: Welche User nutzen Google Password Manager?
2. Communication: „Wir wechseln zu [Microsoft Authenticator / 1Password]“
3. Policy: Setze explizit authorized credential providers
4. Timeline: VOR Android 14 Roll-out implementieren!


🟠 WARNING: Ubuntu 22.04 LTS EOL August 2026

Was passiert:
Nach August 2026 keine Security Patches für 22.04

Dein Handeln:
1. Identifiziere alle Ubuntu 22.04 Devices (Filter in Intune)
2. Kommuniziere Migration zu 26.04 LTS
3. Teste 26.04 LTS in Pilot vor August 2026
4. Hardware-Check: Manche ältere Geräte unterstützen 26.04 nicht!


🟡 NOTICE: visionOS/tvOS 26+ Requirement

Was ist neu:
Apple Vision Pro & Apple TV management nur mit tvOS 26+ / visionOS 26+

Dein Handeln:
– Falls du Vision Pro pilotierst: Update-Strategie definieren
– Alte tvOS-Versionen bleiben „unmanaged“
– Monitoring: „Devices with unsupported OS version“ tracken


📚 Microsoft Learn Ressourcen

Alle offizielle Docs:

  1. EPM Support-Approved Elevations

  2. Android Credential Manager Config

  3. Android Settings Catalog

  4. Apple ADE Overview

  5. Linux Device Enrollment

  6. Ubuntu 26.04 Details


Wer MUSS upgraden:

✅ Android Enterprise Admins (Credential Manager Control ist ein Must-Have für Security)
✅ EPM-Nutzer auf Shared Devices (endlich nicht mehr Workarounds!)
✅ Apple-Shops mit tvOS/Vision Pro Piloten

Wer kann warten (bis GA):

⏳ Reine iOS/macOS Orgs (Features sind nett, nicht game-changing)
⏳ Linux-only Shops (Ubuntu 26.04 ist Standard, 22.04 EOL ist erst Aug 2026)
⏳ Wer Device Page neue UI noch nicht braucht (noch in Preview)

Meine persönliche Einschätzung:

Nach 16+ Jahren MDM: Diese Release ist stabil und pragmatisch. Keine Überraschungen, keine großen Deprecated Features, aber echte Mehrwerte bei Android Security + Credential Management.

Das Android Credential Manager Feature verdient eure volle Aufmerksamkeit. Das ist nicht nur ein „nice-to-have“ – das ist Zero-Trust für Mobile Devices.

Rollout-Plan:

Phase 1 (Juni 2026): Pilot mit Android Credential Manager (5% Devices)
Phase 2 (Juli 2026): EPM Policies für Shared Devices updaten
Phase 3 (Aug 2026): Ubuntu 22.04 → 26.04 Migration starten
Phase 4 (Sept 2026): visionOS/tvOS in Pilot (wenn relevant)
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