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„whoami –loud“: Wie aus meinem Blog endlich mein Blog wurde

📅 Sep. 2026⏱ 5 min ✍ Thorsten 💬 0
AI

„whoami –loud“: Wie aus meinem Blog endlich mein Blog wurde

Ein Redesign von der Stange? Nö. Ich hab’s zusammen mit einer KI gebaut — und erzähl dir hier ehrlich, wie das lief.

💡 Der Content war nie mein Problem — das generische Theme schon. Also: ein neues, eigenes Terminal-Theme + Newsletter-Plugin + Branding, gebaut in Abstimmung mit einer KI (Claude). Kein Kauf-Theme, sondern etwas, das zu mir und meinem Inhalt passt.

Hand aufs Herz: Der Content hier war für mich nie das Problem. MDM-Deep-Dives, Intune-Releases, Workspace-ONE-Troubleshooting aus der Praxis — das steht. Aber die Hülle drumherum? Ein Theme von der Stange. Solide, aber austauschbar. Nichts, das irgendwie nach mir aussah.

Vorher: der Blog mit einem Standard-Theme — solide, aber austauschbar.

Und irgendwann nervt genau das. Du schreibst über Terminals, PowerShell und Config Profiles — und dein Blog sieht aus wie tausend andere. Sidebar frisst den halben Platz, der Content sitzt in der Fußgängerzone, und von der Nerd-Attitüde, die in jedem Posting steckt, transportiert das Design: nichts.

Also hab ich beschlossen: Redesign. Aber kein 59-Euro-Premium-Theme installieren und Haken dran. Sondern was Eigenes. Was mich und meinen Kram widerspiegelt. Der Twist an der Sache: Ich hab’s nicht allein gebaut, sondern zusammen mit einer KI — konkret mit Claude (Anthropic). Und weil hier ja „kein Marketing-Blabla“ draufsteht, erzähl ich dir ehrlich, wie das lief. Inklusive der Stellen, wo’s gehakt hat. 😎

Die Idee: Der Blog soll aussehen wie mein Arbeitsplatz

Der erste Schritt war gar kein Code, sondern eine Idee. Ich wollte kein „schickes dunkles Blog-Theme“ — davon gibt’s genug. Ich wollte, dass sich die Seite anfühlt wie das, worüber ich schreibe: ein aufgeräumtes Terminal bzw. eine IDE.

Das Konzept ist konsequent durchgezogen: Die Navigation ist eine Fenster-Leiste mit den drei Ampel-Punkten. Der Hero ist ein echter Shell-Prompt, der sich beim Laden selbst tippt:

thorsten@lajdych:~$ whoami –loud –no-filter

> Enterprise Mobility. Ehrlich, tief, ohne Marketing-Blabla.

Kategorien werden zu farbigen #tags wie Syntax-Tokens. Und weil ich selten Beitragsbilder bastle, generiert das Theme automatisch Code-Thumbnails aus CSS — je Kategorie eine eigene Farbe und ein kleiner Fake-Snippet (die SQL-Karte zeigt SQL, WS1 einen Enrollment-Schnipsel und so weiter). Kein Bild-Gefrickel mehr, immer scharf.

Klingt verspielt — ist es auch. Aber eben geerdet in dem, was ich täglich mache.

Erst der Prototyp, dann das echte Theme

Was mich überzeugt hat: Es blieb nicht bei Gerede. Zuerst kam ein anklickbarer Prototyp der Startseite — mit meinen echten Post-Titeln, Dark/Light-Toggle, Tipp-Effekt, allem. So konnte ich die Richtung fühlen, bevor eine Zeile ins WordPress ging.

Als die Richtung saß, wurde daraus ein komplettes, klassisches WordPress-Theme (bewusst kein FSE (Full Site Editing) — ich wollte volle Kontrolle über jedes Detail, und das Ding soll ein Theme-Update überleben). Sauber getrennte Templates für Startseite, Einzelbeitrag, Archive, Suche, ein verspieltes Terminal-404 („bash: cd: kein solches Verzeichnis“), gestylte Code-Blöcke mit Ampel-Punkten — für meine SQL-/PowerShell-Snippets Gold wert.

Was am Ende drinsteckt

Kurz für die, die’s technisch interessiert:

  • Eigenes Terminal-Theme, alle Farben als CSS-Variablen (Palette in Sekunden umfärbbar), Fonts: Space Grotesk + JetBrains Mono
  • Dark/Light-Toggle, der pro Besucher gemerkt wird
  • CSS-Code-Thumbnails je Kategorie, wenn kein Beitragsbild gesetzt ist
  • Companion-Plugin für den Newsletter: eigene DB-Tabelle, Double-Opt-in, CSV-Export — Versand bleibt bei meinem Mail-Tool, das Plugin sammelt nur sauber ein
  • Branding fest im Theme: Favicon in allen Größen, Web-App-Manifest, Open-Graph-Bild fürs Teilen — inklusive Logik, damit nichts doppelt kommt (Yoast/Jetpack behalten Vorrang)

Und wie war das jetzt mit der KI?

Die ehrliche Version — denn genau die will man ja lesen.

Das Beste war nicht „KI baut Knopfdruck-Blog“. Das Beste waren die Abstimmungen. Ich hab gesagt „mach’s fancy, techy, verspielt“ — Claude hat einen Vorschlag gebaut, ich hab draufgeschaut und nachjustiert. Und da lag die eigentliche Arbeit:

ℹ️ Aus der Praxis: Auf dem Handy wirkte das Design erst gedrungen — Text klebte am Rand, Überschriften brachen ungünstig um. Ich hab einen Screenshot geschickt, wir haben die Ursachen im CSS auseinandergenommen (fehlender Overflow-Schutz, feste Paddings, ein Newsletter-Input, das überlief) und Stück für Stück glattgezogen. Genauso beim Lese-Abstand in den Beiträgen, beim Cache-Busting, beim whoami-Befehl.

Heißt: Die KI war ein verdammt schneller, geduldiger Umsetzer — aber die Richtung, der Geschmack, das Testen auf dem echten Gerät und der Inhalt kamen von mir. Das Ergebnis ist eben nicht gekauft und nicht generisch, sondern durchgesprochen und auf mich zugeschnitten. Fand ich fair genug, um im Quellcode einen kleinen Vermerk zu lassen: „entstanden mit Unterstützung von Claude (Anthropic)“.

Das Ergebnis

Und so sieht’s jetzt aus:

Nachher: das neue Terminal-Theme — gleicher Content, endlich die passende Hülle.

Für mich fühlt sich das zum ersten Mal an wie meiner Seite und nicht wie ein Template mit meinem Logo drauf. Gleicher Content, aber endlich eine Hülle, die dazu passt.

Und falls du selbst mit dem Gedanken spielst, deinen Blog mit KI umzubauen: trau dich, aber plan die Abstimmungs-Runden ein. Der erste Wurf ist nie der letzte. 🤘

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