Workspace ONE UEM 2602: Ein ehrlicher Überblick zum großen Release
Die 2602er ist eine dieser Releases, bei denen Omnissa sein Selbstvertrauen zeigt – und das ist nicht ganz unbegründet (jeder von uns kennt sehr wahrscheinlich die Probleme der letzten Updates, welche immer so naja liefen
). Mit dieser Version liefern sie eines ihrer ambitioniertesten Updates: vollständig aufgefrischte Admin Experience, innovative Android- und Apple-Management-Fähigkeiten, Game-Changing Windows Management und intelligentere Automation überall.
Lass mich die wichtigsten Punkte durchlaufen.
Feature-Übersichtstabelle: 2602 auf einen Blick
| Feature | Plattform | Kategorie | Status |
|---|---|---|---|
| Modernisierte Admin Console | Cross-Plattform | UI/UX | Limited Availability |
| Phased App Deployments | Cross-Plattform | Automation | GA |
| Advanced eSIM Management | Android | Connectivity | GA |
| Erweiterte AMAPI-Policies | Android | Enterprise Control | GA |
| Account-Driven Enrollment (vereinfacht) | iOS/macOS | Enrollment | GA |
| Dynamic Mac Hardware Seeding | macOS | Automation | GA |
| Intelligente Enrollment-Labels | iOS/macOS | Grouping | GA |
| Intelligent Hub Managed Enrollment | Windows | Enrollment | GA |
| Enterprise App Repository v2 (EARv2) | Windows | App Distribution | GA |
| Automatisierte Windows App-Patching | Windows | App Management | GA |
| Windows Agent Updates Dashboard | Windows | Visibility | GA |
| Dropship Provisioning Bulk Import | Windows | Provisioning | GA |
| Intel Chip-to-Cloud Logging | Windows | Troubleshooting | GA |
| Granular App Retention Control | Windows | App Lifecycle | GA |
| ADMX Profiles (Windows Server Preview) | Windows Server | Policy | Limited Availability |
Die wichtigsten Features im Detail
1. Modernisierte Admin Console – Limited Availability, aber vielversprechend
Omnissa kündigt eine modernisierte Konsole mit intuitiver Navigation, neu gestalteter Device List View und intelligenteren Workflows an, die Klicks reduzieren. Admins können sich schrittweise anmelden und jederzeit zurückwechseln.
Meine Analyse: Das ist nicht einfach eine Kosmetik-Operation. Eine frische Konsolen-UI ist bei MDM-Plattformen überraschend kritisch – die Funktion befindet sich derzeit in Limited Availability , also nicht hastig upgraden. Die Opt-in-Strategie ist smart: Admins können taste, backup-Plan bei Bedarf. Das respektiere ich.
2. Android: eSIM Management & erweiterte AMAPI-Policies
Workspace ONE UEM bietet jetzt fortgeschrittenes eSIM-Management für Android, mit dem IT-Teams die Geräteverbindung optimieren. Administratoren können eSIM-Profile remote bereitstellen, aktivieren, überwachen und entfernen – über die UEM Console oder REST API.
Zusätzlich: Workspace ONE weitet Android AMAPI-Unterstützung mit neuen Policies aus, die granulare Kontrolle über Bildschirmverhalten, Private Space und Google Play Protect bieten.
Praktische Bedeutung: Das ist ein echter Differentiator. eSIM ist nicht sexy, aber für GlobalPlayer mit großen Android-Flotten (Logistics, Telco) = essentiell. Die Private Space Policies sind auch clever – das passt zu Googles Android 15+ Richtung.
3. Apple: Enrollment vereinfacht, Automation kommt
Das Release vereinfacht zwei kritische Apple-Szenarien:
Account-Driven Enrollment (ADE):
Das Release vereinfacht Account-Driven Enrollments erheblich. Früher erforderte die Erstellung einer well-known-Datei manuelle Schritte und externes Hosting. Jetzt aktivieren Admins das Feature, und WS1 generiert die JSON-Datei automatisch via Apple Business Manager.
Mac Hardware Seeding:
Mac-Modell-Hardware-Seeding ist jetzt automatisiert. Mit automatisch erfassten und befüllten Mac-Modelldaten können Admins Smart Groups nutzen – mit Same-Day Support für neue Apple Hardware.
Kritisches Take: Das ist Micro-Automation, aber die Art, die deinen Alltag vereinfacht. Weniger manuelle Datei-Hosting-Fricktion = weniger Fehler = happier Admins. 👍
4. Windows: Das Game-Changer-Release (25+ Features!)
Das ist das Herzstück von 2602. Mit Next-Gen Windows Management in 2602 redefine Omnissa modernes Windows-Management – von Intelligent Hub managed mode über stärkere Desired-State-Controls bis zur verbesserten Enterprise App Repository.
Intelligent Hub Managed Enrollment:
Neue Enrollment-Option namens „Intelligent Hub Managed“ – als Übergangsmechanismus vom alten OMA-DM-Anbieter. Volle Intelligent Hub-Power, aber mit mehr Flexibilität.
Enterprise Application Repository v2 (EARv2):
Ihr könnt jetzt über 8.500 Enterprise-Apps browsen, konfigurieren und an Windows-Geräte pushen – direkt aus WS1 UEM. Noch besser: WS1 kann über 8.500 Apps automatisch patchen. Ihr konfiguriert den Plan einmal – WS1 kümmert sich um den Rest, Apps bleiben aktuell ohne manuelle Intervention.
Unified Application Sampling:
Besseres App-Reporting mit konsistenten Daten. Mit dem neuen Sampling-Framework werden App-Daten einheitlich über Intelligent Hub, UEM und DEX/DEEM erfasst.
Windows Agent Updates Dashboard:
Neues Dashboard für Echtzeit-Sichtbarkeit aller Intelligent Hub & SFD Agentversionen. Zwischen Agenten wechseln, Charts ansehen, zu Device-Listen drilldown – alles from one dashboard.
Intel Chip-to-Cloud Logging:
C2C-Events sind jetzt in dedizierter Log-Datei, ohne unrelated data. AMT-Interface-Aktivierung & Checking verbessert.
Granular App Retention:
Admins steuern jetzt, ob Apps beim Device-Wipe oder App-Unassign entfernt oder behalten werden.
Dropship Provisioning:
Bulk-Import von Geräte-Records – egal ob 1 oder 100 Devices auf einmal.
Meine Analyse: Das ist substantiell. 25+ Windows-Features sind nicht gequetscht, sondern strategisch: DeviceList-Visibility (Admin), App-Automation (Speed), Troubleshooting-Verbesserungen (Ops). EARv2 mit Automatic Patching ist besonders nice – Zero-Touch Patching für 8.500 Apps reduziert MSP-Intervention massiv.
⚠️ Warnung: Windows Server Management ist noch Limited Availability. Wenn ihr auf WS1 für Server-Flotten setzt – noch ein paar Releases warten.
Automation & Workflows: Smarter, nicht komplexer
Mit Phased Deployments könnt ihr Apps schrittweise ausrollen – mit kleiner Gruppe starten, Probleme früh catch, Rest der Fleet schützen. Ziel exakte Assignment Groups in jeder Phase, automatische oder manuelle Phase-Progression, Clear Phase-Level Insights.
Das ist LowCode-Orchestration im Best-Sense: nicht Freestyle, aber simpler als vor 2602.
Handlungsbedarfe & Deprecations: Was ist zu beachten?
⚠️ Console Modernization = Limited Availability
Die neue Admin Console ist noch nicht GA. Testet in Lab/Non-Prod, bevor ihr großflächig rolled. Die Opt-in Strategy ist gut, aber seids vorsichtig mit Critical Workflows.
⚠️ Windows Server = Not Yet Production-Ready
Windows Server Management ist derzeit in Limited Availability mit General Availability demnächst . Wenn ihr Windows Server managed, wartet noch.
⚠️ Apple Migration ohne App Preservation (noch)
WS1 UEM unterstützt derzeit keine App Preservation während Migration. Ihr müsst Apps vorab in WS1 aufsetzen. An diesem Feature wird gearbeitet.
⚠️ Legacy App Catalog Sunset: 30. April 2025
Wechselt zur neuen Enterprise App Repository – Legacy-Path wird deprecated.
Kurzer Vergleich zu Microsoft Intune
Ja, die Frage kommt. Hier meine ehrliche Sicht:
Wo WS1 2602 Intune schlägt:
– Cross-Device Management: Windows + Mac + Android + rugged aus einer Konsole. Intune braucht mehr Basteln.
– eSIM Management: Noch nicht in Intune, WS1 has it. Nice-Feature, aber strategisch.
– ADMX Profiles (kommend): Familiarität für Group Policy Admins.
– Enterprise App Repo (8.500+ Apps): Intune’s Win32 App Management ist granular, aber anstrengender.
Wo Intune Punkte macht:
– Microsoft Ecosystem Integration: Wenn ihr 100% Microsoft-Stack seid, Intune ist built-in.
– Conditional Access: WS1 ist gut, Intune’s AAD-Integration tighter.
– Community & Adoption: Intune-Adoption ist bei SMB größer (aktuell).
Fazit: 2602 macht WS1 für gemischte Umgebungen (Apple + Android + Windows + Rugged) attraktiver. Für rein Microsoft-Shops bleibt Intune einfacher. Für Enterprise Complexity: WS1.